Wir waren alle ausgiebig im Fluss baden. Dabei hatten wir ungemeinen Spaß und die Kinder fragten, warum wir das nicht schon früher getan hatten. Nun. Hatten wir eigentlich ja, aber der Spaß war vorher weniger gewesen. Warum der Spaß damals weniger war, blieb jedoch ungelöst.
Auch die Hündin kam heute mit. Sie kann mittlerweile schwimmen, sie ist dabei aber sehr aufgeregt, und bei der Tiefe des Flusses habe ich Angst, dass sie sich verausgabt und etwas passiert. Ja, auch ich habe das Recht, mal besorgt zu sein. Für unsere Kajakfahrten kaufte ich ihr im Winter eine Schwimmweste. Auch wenn Hunde schwimmen können, empfiehlt es sich, sie mit einer Schwimmweste auszustatten. Wenn es auf dem Wasser nämlich zu Unfällen kommt, dann geht das nämlich immer mit Stresssituationen einher und eine Weste verhindert Übermüdung bei Stresssituationen. Weil ich das Kajak in Berlin lassen musste, aber die Schwimmweste dabei hatte, zog ich sie ihr an, und so sprang sie mit in den Fluss. Anfangs war sie aufgeregt, nachdem sie aber zu merken schien, wie sie mit der Weste trieb, beruhigte sie sich und watete vor sich hin. Sie tat das Gleiche, wie auch zu Land. Sie watete von Mensch zu Mensch, um zu sehen, ob auch alle beisammenblieben. Was nicht ganz einfach war, weil die beiden Kinder ständig das Wasser verließen und vom Ufer her als Arschbomben in das Wasser sprangen.
Den Rest des Nachmittages saßen meine Frau und ich oben im Schatten des Hauses auf den Bänken und lasen. Die Freunde fuhren ins Dorf und die Kinder lagen im Gästehaus. Das Wasser hatte uns cremig gemacht.
Übrigens schrieb ich auffallend wenig über das Essen. Heute aßen wir Risotto mit einer selbstgemachten Brühe aus Garnelenabfall. Neulich aßen wir nämlich Garnelen als Snack. Die Freundin aus Südtirol wollte die Schalen nicht einfach so wegwerfen, sondern kochte den ganzen Abfall einfach zu Brühe ein. Eine wirklich hervorragende Idee. Heute verwendete sie diese Brühe für Risotto mit Muscheln und Meerestieren.
Was aßen wir sonst noch? Pizza aus unserem Pizzaofen natürlich. Leider hatten wir den Teig diesmal nicht im Griff. Fotos poste ich deswegen keine. Einmal gab es Pasta al limone, gestern machte meine Frau kaltgekochten Lachs, am ersten Tag bereitete ich Pesto zu und einmal grillten wir. Meinen in Wien sozialisierten Freunden wollte ich eine Freude bereiten, indem ich schwedische Käsekrainer, also sogenannte Eitrige, auf die Liste setzte. In meiner Sozialisation gehören Eitrige nämlich zum Wiener Kulturgut, wo man schon morgens eine Eitrige mit einem Gschissenen zu Bier bestellen kann. Diese Gastgeberfreude wurde aber nur mittelmäßig geteilt.



Dös is ka Bier, dös is a Sechzehner Blech!