[Mo, 13.7.2026 – Insignien, Werkzeug]

Wir gehen hier ja mit den letzten Sonnenstrahlen ins Bett. Gestern schien sogar noch lange die Sonne ins Zimmer herein, während meine Augen mir zufielen. Unsere Freunde fuhren heute wieder zurück in den Süden. Die Hündin schien sich den ganzen Tag zu fragen, wo die ganze Action plötzlich hin ist. Keine wilden Jungs mehr, die ständig Bälle werfen und sich jagen lassen.

Die Hündin hat uns beim Schwimmen übrigens zerkratzt. Gestern liefen wir alle mit ihren Insignien (drei rote Striche, der mittlere Strich länger) durch die Gegend. Sie wollte uns ja nur immer retten. Die gute Absicht stimmt uns milde.

Am Nachmittag fuhren wir in die Stadt, um ein paar Erledigungen zu machen. Kissenbezüge und Schrauben. Als wir wieder zurück waren, wollte ich den leckenden Schlauch reparieren und musste feststellen, dass mir ein Anschlussstück fehlte. So geht es hier eigentlich die ganze Zeit. Es fehlt eine Kleinigkeit, dann müssen wir in die Stadt. Das ist bei Werkzeug so, aber auch beim Essen. Die Stadt ist nicht gerade um die Ecke, sondern etwa 30 Autominuten entfernt. Ich weiß nicht, wie andere das machen. Vermutlich planen sie die Stadtbesuche sorgfältiger. Berlinbewohner wie wir sind es schlichtweg nicht gewohnt, etwas nicht sofort zur Verfügung zu haben.

Zurück im Wald spielten wir Memory. Ja genau. Ich verlor.

Schreibe einen Kommentar