Ich befinde mich gerade in einem Kaninchenbau, sitze abends lange vor dem Bildschirm und baue an der Automatisierung von hunderttausenden Dingen. Wenn ich mich ins Bett lege, fällt es mir schwer, einzuschlafen. Dann denke ich nämlich daran, dass ich bestimmte KI-Modelle nicht ans Laufen bekomme, oder ich singe innerlich „Wir werden ungeschlagen sein, einhundert Punkte, Hertha BSC“. Abwechselnd.
Um meine Gedanken durchzuspülen, widme ich mich jetzt der Themenliste:
„Ich war einmal in der Sahara und fand es toll, die Weite der Natur, die dennoch so gar nicht leer ist. Es ist ein noch unerfüllter Traum, einmal die Arktis zu besuchen, u.a. auch wegen der Weite. Hast Du umgekehrt den Wunsch, nach Longyearbyen und Grönland auch einmal eine Wüste vergleichsweise nah am Äquator zu bereisen?„
Ich habe eine große Faszination für extreme Landschaften bzw. extreme Bedingungen, Zivilisationen und die Flora am Rande der Unwirtlichkeit oder der Lebensfeindlichkeit. Theoretisch müsste die Sahara dazugehören. Allerdings habe ich eine große Aversion gegen die Hitze. Wenn ich Szenen aus Sandwüsten im Fernsehen sehe, bekomme ich regelrecht Beklemmungen. Das geht mir auch so, wenn ich auf Windy.com diese dunkelroten Flecken über Nordafrika sehe, die Temperaturen jenseits der 40 Grad markieren. Horror. Wobei es ja so etwas wie den Wüstenwinter gibt. Allerdings habe ich während der Fussball-WM in Qatar nichts davon mitbekommen. Abgesehen davon, dass ich keines der Spiele geschaut habe, war doch die Hitze immer ein Thema. Man sprach von klimatisierten Stadien etc. Ich muss zugeben, nicht viel über die niedrigen Temperaturen der Sahara zu wissen. Aber sonst: Wüsten! Super! Spitzbergen ist übrigens eine Wüste. Longyearbyen liegt unter den 250 mm Niederschlag pro Jahr. Insofern technisch eine Wüste. Sieht man nur nicht, weil überall gefrorenes Wasser liegt.
Mein Bett sieht so aus, wie auf dem Foto unten.
Nächstes Thema:
„Kannst Du mal ein Tutorial machen, wie man so ‚ich habe gegen eine regel verstoßen, was bitte ist meine strafe?‘ oder so zum Polizisten im korrekten Tonfall sagt? Ein video wäre hier schön, ich denke es kommt auf die nuancen an. Habe es wirklich testen wollen, hatte aber angst, dass es mir als Sarkasmus ausgelegt wird, und dann gleich zur erhöhung des strafmasses führt.„
Also. Wenn du Angst hast, dass dir das Verhalten als Sarkasmus ausgelegt wird, dann kann man das nicht in einem Video-Tutorial beibringen. Dann hat das etwas mit der inneren Einstellung zur Polizei zu tun. Vermutlich nimmst du die Polizei nicht ernst genug. Gefühle sind nur schwer zu ändern, aber man kann das Verhalten ändern (hat mir einmal eine kluge Person gesagt). Ich nehme an, dass ich schlichtweg meine Gefühle zur Polizei geändert habe. Wie in jenem Tagebucheintrag geschildert, meine ich, die Polizei verstanden zu haben. Die tragen keine Diskussions-Persönlichkeit in sich. Keine, die diskutieren will, und auch keine, die das kann. In der Persönlichkeit von Polizistinnen liegt die Aufgabe, eine Regel durchzusetzen und nicht darüber zu diskutieren. Besser kann ich es nicht ausdrücken. Mit dieser Erkenntnis begegne ich Polizistinnen. Wenn ich erwischt werde, lade ich die Schuld auf mich, ich gebe einfach zu, dass ich die Regel gebrochen habe. Ich bin dabei gut gelaunt, wie ein Schüler, der seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Vollkommen ohne Aggression. Ich kann es mir nicht verkneifen, die Regel als unsinnig zu bezeichnen, ich gebe aber zu, dass das eben die Regel ist, und ich möchte das gar nicht mit ihnen diskutieren. Sage ich auch so. Das sind sie gar nicht gewohnt.
Aber Video? Ich glaube, das wird nichts. Der Schauspieler in mir drin ist eher kamerascheu. Ich habe jedoch zwei Videos von meiner Hündin gedreht, wie sie meine Unterhose klaut, während ich unter der Dusche stehe. Das macht sie jeden Abend. Die stelle ich demnächst mal hier rein. Ich hoffe, das zählt.
