[…]

Neulich hatte ich einen Gedanken, der mir ein irres Glücksgefühl bescherte. Dummerweise wurde ich für einen Augenblick abgelenkt und daraufhin bekam ich den glücklichen Gedanken nicht mehr zurück. Ich wusste nur, dass ich diesen Gedanken gehabt hatte und versuchte mich verzweifelt daran zu erinnern. Aber er blieb weg, das war schon sehr ärgerlich.

Später, viel später dann, auf dem Nachhauseweg, kam der Gedanke wieder zurück, und als ich merkte, dass es der Gedanke an den Friseurtermin war, der mich glücklich gemacht hatte, war ich wegen seiner Banalität ein wenig beschämt. Und trotzdem blieb ich erfreut. Eigenartigerweise erfüllte mich der Gedanke nicht mehr mit dem selben Glück, sondern mit einer sonderbaren Gehetztheit und doch wusste ich, dass es sich um den selben Gedanken handelte, nur seltsam ausgelutscht.

5 Kommentare zu „[…]“

  1. So’ne Mischung aus „Kontext ist alles“, „Die Erinnerung ist immer schöner“ und „Hättest du geschwiegen, wärst du Philosoph geblieben“. Ach, naja.

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