[knt]

Vorhin auf dem Flohmarkt im Mauerpark. Die Betreiberin des Fellstandes fragte mich, warum ich ihre Felle fotografiere, ich sagte: das ist Knut. Sie sagte, nein Knut hängt da drüben, und zeigte auf einen zwei mal zwei Meter messenden Flokati. Ich sagte, das fände ich zu pervers für mein um Ausgleich bemühtes Blögchen. Aber vielleicht wusste sie noch nicht, das Knut gestern gestorben ist. Kurz gezuckt und ins Wasser gefallen. Und nicht mehr aufgetaucht. Nicht jeder liest Zeitungen und bekommt sowas mit. Mich hat das dann doch ziemlich getroffen. Ich saß mit K und zwei Freunden im Cafe der Berlinischen Galerie, und las auf meinem Handy: Knut ist tot. Eilmeldungmäßig. Ich kriegte mich nicht mehr ein. Musste es gleich allen sagen.
Ich habe ihn letzten Januar mit den kleinen Jungs meiner Schwester gesehen. Die fanden ihn toll. Und all die Menschen vor seinem Gehege, die auf ihn zeigten, und die alten Frauen, die ihm vertrauensvoll Schnuckeligkeiten zuriefen, diese Hoffnungen, die man ihm zutrug, kuschelig warme Projektionsfläche, ein ganzes Volk in Liebe. Das fand ich schon sehr witzig.

# “Aber er war noch so jung!”

# “Eisbären müssen nie weinen”

7 Comments

  1. Tom

    Ja so ist das Leben leider. Es geht immer weiter. Die einen kommen die einen gehen. Sicherlich war Knut einer von denen, der zu früh gehen musste.

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