ein Cocktail ist ein Schwanzschwanz
der uns die Vernunft verdreht
nachts tanzen wir die Gans-Gans
bis uns der Verstand verbrutzelt
noch einmal darf ich
Ach, Unsportlichkeit hin oder her: Zidane war Punkrock.
Hätte das ein Azzurro gemacht, wäre der natürlich ein mieser fascista.
(Gott, wie werde ich diese Zeit vermissen in der ich so irrational herumpöbeln und beleidigen darf. Aber heute ist es noch OK. Ich bin schliesslich erst zwei Tage darüber.)
frage an die Leser
Ich habe die Vermutung, dass es sich bei meiner Leserschaft um einen Haufen intelligenter und weitgereister Menschen handelt, der viele Weltmeere durchsegelt und die wildesten Urwälder durchwandert hat, gegen Sturm und Ungeheuer gekämpft und auf diesen weiten Wegen das innere Ich gefunden.
Deshalb möchte ich mir eine Empfehlung von euch einholen. Da ich kurzfristig zwei Tage frei bekommen habe, und für ein langes Wochenende dieser heissen Stadt entflüchten muss, will ich an die Mecklenburgische Seenplatte. Kann mir jemand was anraten?
Hat jemand Erfahrung, wie man da ein langes Wochenende verbringen kann? Ich hätte besipielsweise Lust von einem Ort zum nächsten zu paddeln, oder irgendwas ähnliches das auch Bewegung beinhaltet. Gibt es empfehlenswerte Routen? Das Internet gibt ja nichts vernünftiges her.
Gibt es auch ein nettes, günstiges Hotel mit Terrasse, auf der man am Wasser frühstücken kann? Ich will paddeln und im Schatten spazieren. Ein Camping geht auch. Nur kein Ort an dem ich mit nackigem Schniedl durch die Gegend laufen muss (bin ja Kathole), sondern schön anständig in Kleidern. Würde mich freuen, wenn jemand etwas über diese Gegend zu sagen hat.
Ingeborg
Schnell diesen Jahrhundertroman schreiben, mich nächstes Jahr für den Bachmannpreis bewerben, gewinnen, fünfundzwanzigtausend, beim Buffet nachher, den Verleger aufwarten der mir ein Glas Rotwein entegenreicht und beiläufig nach einem eventuellen Jahrhundertroman fragt, ich ganz zufällig mein Jahrhundertmanuskript aus der Jackeninnentasche ziehe. Ein Jahr später einen grossen Garten kaufen, eine Milchkuh, eine grössere Wohnung, ein Sommerhaus für den Herbst am Alpensüdrand, neue Schuhe, eine alte Fabrik in einer Grossstadt, dort baue ich Lesebühnen, lerne endlich Schweissen und kaufe mir einen Opel.
Soeben hellauf geklatscht für Kathrin Passig für den ersten Preis, mit ihrem Text beim Bachmannpreis.
{der erste Satz in meinem neuen Roman #2}
Sie schloss die Tür auf, trat mit lauten, stöckelnden Schritten herein, mit verheissungsvollen Blicken an mir vorbei, zog ihre Bluse aus, ihren Rock, zupfte ihren BH zurecht, zog plötzlich aus heiterem Himmel eine Blockflöte aus ihrer Strumphose hervor und spielte Wind of change von den Scorpions.
{der erste Satz in meinem neuen Roman #1}
An jenem Tag an dem ich am sozialen Abgrund stand, fiel es mir schwer, mich zu entscheiden, ob ich nun über die Klippen nach unten spucken sollte, wie ich es für gewöhnlich auf Brücken zu tun pflegte, oder mich einfach umdrehen, zurückgehen und noch ein Bier bestellen.
