[…]

Ich habe eine Vuvuzela.

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Ich bin für Deutschland, Niederlande und Frankreich. Mit Frankreich geht es dieses Jahr nicht gut. Mein Glück ist aber breit gefächert. Es fühlt sich an wie die Sache mit dem dritten Standbein.

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Italien hingegen kann ich nicht ausstehen. Konnte ich noch nie. Diese Arroganz, diese angeblich kulturelle Überlegenheit. Boah, was habe ich mich über das erste Tor der Neuseeländer gefreut. Einem Freund in Italien teilte ich meine Freude mit. Er war gekränkt. Regte sich über die Arroganz aus Deutschland auf, über die angeblich kulturelle Überlegenheit.
Ahh, Nationalitätenauflauf.

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Eigentlich ist WM/EM ja immer so ein Auflauf der Kulturen. Man hält zu Klischees: Sauerkraut misst sich mit Tapas, Spaghetti misst sich mit Lager-Beer, Kaas misst sich mit Sushi.

Mir tut es weh, wenn die Brasilianer effizienten Fussball spielen. Die Brasilianer sagen zurecht, der neue Trainer habe dem brasilianischen Fussball die Seele genommen. Ich will die Brasilianer verliebt den Ball kicken sehen. Ich will die Engländer Fussballspielen sehen, als würden sie Rugby spielen, ich will die Japaner effizient spielen sehen wie eine Nintendo-Konsole und ich will die Deutschen spielen sehen wie ein Triebwerk.
So ist das mit Nationalitätenfuba.

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Und alle sind sie immer gegen Sauerkraut. Sogar die Deutschen selber.

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Ich habe meine Vuvuzela verschenkt. Und ich müsste das Verb im ersten Satz oben ändern.

1 Kommentar zu „[…]“

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