[Do, 30.11.2023 – Shane]

The Pogues prägten schon sehr früh meinen musikalischen Geschmack. Meine musikalische Entwicklung zwischen dem zehnten und zwanzigsten Lebensjahr ging so: Mozart -> Pink Floyd -> Iron Maiden -> Sex Pistols -> The Pogues -> Nick Cave & The Bad Seeds. Seitdem habe ich mich musikalisch nicht mehr sonderlich weiterentwickelt.

Ich hörte damals ausschliesslich Punkrock, bereits als Teenie setzte ich meinen Lebenslauf auf ein stumpfes Gleis und die Band um Shane MacGowan produzierte diesen romantisch-wilden Folkpunk Sound, der mich auf meiner holpigen Fahrt begleiten sollte. Dieser blasse Typ mit den Zahnlücken und den abstehenden Ohren, der eigentlich immer mit einem Drink abgelichtet wurde, am liebsten hätte ich selber abstehende Ohren und schlechte Zähne gehabt.

Jetzt ist Shane MacGowan tot. Ein irischer Lebenslauf. Die meisten irischen Dichter starben am Alkohol und deren Folgen. Shane wurde immerhin 65. Es wirkt aber nicht tragisch. Von aussen betrachtet, erweckte er sogar den Eindruck bis zum Schluss irgendwie Freude zu haben. Jetzt tritt ein grosser Romantiker ab. Danke für alles.

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