Bin dann mal weg. Paar Tage Prag. Als allerletzter Mensch der dort noch nie gewesen ist.

zier (ein pornographischer Versuch)

[der Mann der immer kann; die Frau die immer will]

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ir redeten plötzlich angeregt über schmutziges Zeug, nachdem er die ganze Zeit schon auf meine Beine geschielt hatte und nach dem zweiten Glas dann sagte, das Wippen meiner Beine mache ihn nervös, ich solle damit aufhören. Als Scherz nur, aber ich fühlte wie sehr es ihn erleichtert hatte, es anzusprechen.
Später ging er auf die Toilette, was ich dazu nutzte einen Knopf meiner Bluse zu lösen und meinen Rock ein wenig nach oben zu korrigieren. Als er wiederkam, hatte ich meine Beine überkreuzt an der ganzen Seite des Tisches entlang positioniert. Er kam nicht an seinen Stuhl ohne mich zu bitten, meine Beine beiseite zu nehmen.

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einer Meinung nach waren es die Zeichen gewesen. Wie sie sich an die linke Brust griff und diese mit einem unverschämten Grinsen hochdrückte, obwohl sie eigentlich ihr Herz andeuten wollte, weil sie von der Liebe sprach. Sie schien selbst erschrocken von dieser Geste, doch umspielte sie ihren Fehltritt verblüffend charmant, indem sie theatralisch die Schuld von sich wies und dabei sagte, die Titte sei ihr im Weg gestanden. Wir lachten. Noch.
Später wurde sie offensiver, wie sie ihre Beine zur Schau stellte, wippend vor meiner Nase auf und ab. Man kann nun sagen, ich sei leicht zu verführen gewesen, ich will das ja gar nicht abstreiten, doch wies ich sie darauf hin, sagte, sie spiele mit meinen Gefühlen, wenn sie so offenherzig mit ihren schönen Beinen wippe, und natürlich konnte ich mir das Wort schön nicht verkneifen, waren sie ja auch, und klar, es war alles gespielt, ich wollte ja nicht, dass sie damit aufhöre. Dies brachte sie leider dazu mit dem Wippen aufzuhören, jedoch auch neugierig auf ihrem Stuhl nach vorne zu rutschen, was weite Teile ihrer Oberschenkel entblößte. Ich schaute weg, schaute wieder hin und sie wollte nur wissen was das sei, mit uns Männern und dieser Sache mit den Beinen. Ich antwortete, ich wisse nicht was mit den Männern los sei, aber ich jedenfalls, ich müsse bei schönen Beinen ans Ficken denken.

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enig später öffnete ich die zweite Flasche Wein und meine Bluse. Ich meine einen erschrockenen Blick in seinen Augen erkannt zu haben. Das amüsierte mich und deshalb lachte ich. Doch er schien nicht zu wissen worüber ich lachte. War ja auch egal. Ich war es plötzlich satt geworden zu reden, deshalb schenkte ich den Wein ein und verschwand mit den beiden gefüllten Gläsern ins Schlafzimmer.

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ir war unklar wie ich das zu interpretieren hatte. Auch wenn es wirklich offensichtlich war. Es war nur schwer vorzustellen, dass sie mich jetzt ohne Glas in ihrer Küche sitzen lassen wollte. Ich zögerte eine halbe Minute, doch dann stand ich auf und schritt in den Flur. Im Flur sah ich ihren Rock auf dem Boden liegen und wenige Meter weiter ihre Unterhose. Am Ende des Flures kam aus einem Zimmer ein bisschen Licht, in jenem Zimmer stand sie, hielt mir mein Weinglas entgegen und lächelte, wie man manchmal lächelt wenn man einen Scherz gemacht hat von dem man nicht genau weiß ob er gelungen ist.

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ortlos küsste er mich auf die Lippen. Der Kuss schmeckte ein bisschen nach einem Mann der jetzt und sofort vögeln will, aber nicht weiß wie er das am besten sagt und deshalb einfach mal drauflosküßt. Ein bischen hart und teilnahmslos. Aber recht hatte er. Nähe ist schließlich ein guter Anfang. Besonders mochte ich es, seine Erektion zu spüren. Als ich mich beim Küssen gegen ihn andrückte und mit meiner Hüfte seine harte Latte bemerkte. Ich konnte es nicht sein lassen und drückte absichtlich noch ein wenig dagegen.
Er hätte mich sofort nehmen können, die ganze Küsserei war überflüssig geworden, zu lange saß ich schon neben ihm.

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it einem Zungenschlag auf meine Lippen ließ sie von mir ab, drehte sich um und ging auf dem Bettrand in die Knie. Dann bückte sie sich vorne über und streckte mir ihren Hintern entgegen. Sie forderte mich auf etwas zu machen. Mach etwas, sagte sie und hielt dabei ihr Gesicht vergraben, als fürchte sie die Konsequenzen.
Ich kniete mich hin und betrachtete ihre Vagina. Ihre Vagina war aufgegangen, fleischig geworden. Im spärlichen Licht der gelben Lampe konnte ich eine glitzernde Flüssigkeit erkennen die zwischen den Schamfalten hervortrat. Die gebückte junge Frau atmete nicht. Sie schien nur darauf zu warten, dass irgendwas geschehen würde, möglicherweise, dass Funken fliegen würden.
Also zog ich mit meinen Händen ihre Pobacken auseinander und legte meine Zunge auf ihren Anus.

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ie konnte ich ahnen, dass er mich so lange einfach so knien ließ. Ich war berauscht, ich saß seit Stunden mit aufgeweichtem Willen herum, ich wollte ihn in mir fühlen. So hielt ich ihm meinen Arsch hin. Er regte sich lange Zeit nicht, doch wußte ich, worauf er schaute und ich meine zu wissen woran er dachte: Fleisch. Mein Arsch sieht gut aus wenn ich mich bücke, er ist normalerweise ein bisschen zu, wie soll ich sagen, länglich? Doch gebückt scheint er das ganze Sitzfleisch das sich sonst über die Länge verteilt, zu einem runden Ballen zu versammeln.
Doch es dauerte ewig. Er schien zu zögern. Ich hörte nichts, weder das Aufknöpfen der Hose noch seinen Atem, es tat sich nichts. Ich schämte mich in jenem Moment, in jenen gefühlten Stunden, doch konnte ich nichts mehr rückgängig machen, ich hatte bereits zu viel von mir preisgegeben. Ich weiß noch, dass ich mir kurz überlegte aufzuspringen, alles abzusagen, mich zu entschuldigen, mir den Rock anzuziehen und in der Küche zu verschwinden, in der Hoffnung er würde es verstehen und daraufhin die Wohnung verlassen – als er sich plötzlich hinkniete. Ich konnte es fühlen, dass er näher herangekommen war, er schien meinen Schambereich zu mustern.
Schließlich legte er seine Zunge auf meinen Anus.
Ganz kurz nur. Danach leckte er sanft, fast zu sanft, um den Anus herum, spitzte dann die Zunge und machte ein paar weiche Versuche damit einzudringen.

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it meinen Fingern holte ich ein wenig Flüssigkeit von ihrer Vagina und strich sie auf ihren Anus. Als ich den Zeigefinger reinsteckte kniff sie ihre Pobacken leicht zusammen und entspannte sie gleich darauf wieder. Und endlich konnte ich sie atmen hören. Obwohl, das Atmen war nur von kurzer Dauer und sofort in ein Stöhnen übergegangen, leise zwar, aber ein Stöhnen eben, alsob ihre Lust sich in Symbiose mit der lebensnotwendigen Sauerstoffzufuhr befinden würde. Jetzt hatte ich eine Patientin die mir ausgeliefert war.

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as er mit Zeug meine, fragte ich ihn. Zeug halt, wiederholte er seine Frage und zählte Spielzeug auf. Dildos, Kugeln. Dann zögerte er kurz, und sagte: irgendwas. Ich griff routiniert, und ohne meinen Leib verstellen zu müssen unters Bett und zog eine Kiste hervor. Zu spät dachte ich an die große Menge die ich darin aufbewahrte, vor allem dachte ich an die extravaganten Variationen. Leicht amüsiert stellte ich mir seinen erschrockenen Blick vor, schloß wieder die Augen, und ich fühlte mich eine unglaubliche Schlampe.

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ühelos zog sie eine riesige Kiste unter dem Bett hervor. Dildos, gynäkologische Werkzeuge, Kugelketten, zangenartige Utensilien, vieles davon hatte Noppen. Ich kann mich erinnern wie mich der Gedanke an ihre einsamen Nächte erregte, der Gedanke daran, wie sie alleine in ihrem finsteren Zimmer, um ihre Lust zu stillen, genoppte Dildos ritt, wie sie in aller Stille kam, ein lautes Stöhnen unterdrückte, weil Wichsen immer zu intim ist um laut zu sein. Vielleicht war es der Gedanke an dieses Bild einer verzweifelten Frau, zu unrecht vermutlich, was wusste ich schon über sie, der mich als erstes zum Seil greifen ließ.

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omöglich hätte ich mich befreien können, er war kein Meister der Fesselkunst, und ich gebe zu, dass ich froh darum war. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich mag es wirklich sehr gefesselt zu werden, ausgeliefert zu sein, es ist dieses gewisse Gefühl mißbraucht zu werden, ein Objekt zu sein, das kann sehr anregend sein. Doch kannte ich ihn ja kaum, und dann wird das problematisch. Was wußte ich schon über ihn, nun gut, wir hatten ein paarmal gechattet, ein paar Emails waren hin und her gegangen, ich hatte mir einen generellen Eindruck geholt, und auch sonst, an jenem Abend, schien er mir keineswegs ein Gestörter zu sein, wie man so sagt. Doch dann liegt man eben da, kann Arme und Beine nicht mehr bewegen, und dermaßen verbogen, dass man die beiden intimen Körperöffnungen wie auf einem Präsentierteller einem fremden Mann zur Verfügung stellt. Da fängt man dann an zu denken unter den geschlossenen Augenlidern. Man denkt an Lustmorde, an all die Szenen die man sich beim Lesen von Artikeln über Lustmörder so hübsch und detailiert ausgemalt hat. Da war ich eben froh zu wissen, wie leicht ich mich wieder aus den Fesseln hätte winden können.

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eisterhaft verbunden hatte ich sie. Ich setzte mich für eine ganze Weile abseits auf einen Stuhl und betrachtete mein Kunstwerk. Aus ihren beiden Körperöffnungen ragten zwei Dildos hervor. Ein ziemlich Dicker für vorne, und ein Schmalerer für hinten. Nur hatte ich sie zweckentfremdet. Der Große steckte hinten. Ich wußte nicht wirklich was als nächstes zu tun sei. Etwas machen sollte ich, etwas machen, ich wollte hauptsächlich meinen Schwanz in sie reinstecken und auf ihrem hübschen Hintern kommen.
Aber wenn ich das einfach so getan hätte, sie einfach bespringen, wäre ich ihr vermutlich als mediokrer Liebhaber in Erinnerung geblieben. Und das ist manchmal bitter.
Danach sah ich mich jedenfalls um, ich fand eine Fotokamera und lichtete mein Kunstwerk damit ab. Von mehreren Seiten. Einige ganz üble mit Blitz.

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ichsgeräusche. Er war nicht bei mir, doch hörte ich das schnelle, rythmische Schnalzen feuchter Vorhaut. Was ich dabei dachte? Ob es mir gefiel? Nun. Ja, durchaus. Ich vermißte allerdings körperlichen Reiz. Im Normalfall ist ein wichsender Liebhaber äußerst stimulierend, in jenem Moment war ich jedoch schon zu sehr erregt, alsdass dies einen Mehrwert gebracht hätte. Ich kniete da ziemlich verlassen. Und Dildos vibrieren nicht. Und ich triefte. Nein schreiben sie besser hin ich sei erregt gewesen. Triefend klingt gleich so verzweifelt.

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ir fehlte die Nähe. Aber das wusste ich erst am nächsten Tag. Also körperliche Nähe. Ich muss Haut spüren, Brüste, Beine, Po. Ich kann nicht einfach nur etwas machen. Deshalb ging ich zurück ins Bett, legte mich vor sie hin, nahm sie bei den Haaren und steckte meinen Dingsda in ihren Kopf.

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ie mir die Luft wegblieb. Er hatte sich vor mich gelegt – oder gesessen, so genau weiß ich es nicht mehr, und dann hatte ich plötzlich seinen Schwanz in meinem Mund. Gefiel mir natürlich. Vielleicht weil er auf einmal da war, also so richtig da, aber ach, ich mag einfach Schwänze. Und was mir in jenem Moment auch gefiel: ich konnte wenig anderes tun als daran zu lutschen. Meine Arme waren so verbunden, dass ich mich entweder darauf stützen konnte, oder seitlich wegrollen. Ich stütze mich aber darauf, weil ich ja die ganze Zeit über von hinten be– hm, –arbeitet wurde, oder bearbeitet werden wollte. Ich hätte mich nun wegrollen können, aber das hätte wiederum das Lutschen erschwert. Ein Kreuz manchmal.

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angels Erregung ließ ich dann von ihr ab. Keine Ahnung warum. Irgendwie war mir das zu öde. Daher machte ich mich wieder hinten bei ihr zu schaffen, da gab es vielleicht mehr zu sehen. Und weil sie lauter stöhnte, je fester ich die Dinger in sie reindrückte, suchte ich jenes dicke Ding in ihrer Kiste, das Ding das ich vorhin schon gesehen hatte das aussah wie ein Stöpsel.
Und dann drückte ich diesen trichterförmigen Stöpsel ganz langsam in sie rein. Ganz langsam. Ich merkte wie sehr sie das mochte, wie sie immer lauter stöhnte. Ich tat eigentlich nicht viel ausser das Teil festzuhalten. Sie drückte dagegen. Nun gut, ich half ein bisschen nach, ich drückte mit, und ich bin immer wieder verblüfft wie dehnbar ein Schließmuskel ist, wenn man nur langsam zur Sache geht, aber ich habe ja immer Angst, dass ich da etwas kaputt mache. Wenn man in Lust und in Rage nicht mehr genau weiß wo die Grenzen liegen.
Doch ehe ich mir wirklich ernsthafte Gedanken darum machen konnte, weil ich eher ihrem immer lauter werdenden Stöhnen zuhörte, zitterte sie plötzlich — und dann weinte sie.

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ar ich erst noch willensschwach, so war ich alsbald willenlos geworden als er sich wieder hinter mich stellte und mir den Arschstöpsel reinschob. Auch in meiner Möse steckte etwas, oder jedenfalls war da etwas, aber ich konnte das alles nicht mehr unterscheiden. Er drückte nach vorne und ich hielt dagegen. Ich merkte wie der Stöpsel immer tiefer ging, langsam, aber immer tiefer, und dann wusste ich irgendwann nicht mehr was und wo, ich fühlte mich, als hinge ich willenlos an diesem Stöpsel wie an einem Tropf im Krankenhaus, ein Tropf der betörendes und verbotenes Zeug in mich hineintröpfeln ließ. Komische Metapher, ich weiß.
Manchmal, wenn der Orgasmus besonders heftig ist, dann verliere ich völlig die Contenance. Dann muss ich weinen. Das hatte ihn ein wenig irritiert.
Doch für Irritationen gab ich ihm nicht viel Zeit.

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unter entwand sie sich der Fesseln, drehte sich um und wies mich an mich hinzulegen. Als wäre alles nichts gewesen. Als wären meine Fesseln Kinderspiel gewesen, als wäre sie nicht gekommen, alsob sie nie geweint hätte.
Sie setzte sich seitlich neben mich und nahm meinen Penis in den Mund. Ich fand es toll ihr dabei zuzusehen. Sie blies sehr andächtig. Sie blies sehr, wie soll man sagen: geil. Man merkte, dass sie es gerne tat, dass sie Spass daran hatte. Läge es an mir, hätte sie mich den ganzen Tag lang bearbeiten können.

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eil er nicht kam, obwohl er schon eine Weile lang schwitzte und stöhnte, doch meine Hand und mein Mund sich langsam versteiften, flüsterte ich ihm ins Ohr, dass ich alles in meinen Mund abkriegen wolle, die ganze! dicke! Ladung! Ich sprach jedes Wort mit Ausrufezeichen aus, und das zeigte endlich Wirkung. Sein Atem wurde lauter und die Arschbacken kniff er zusammen, wie er die Beine streifte und mit diesem entsetzten Blick mich ansah, während ich meine schweinischste Miene aufsetzte und die Lippen zum Vollmund gestülpt über seine Eichel bewegte. Männer. Die Hure spielen geht immer. Je mehr man es deren Wichsvorlagen gleichtut, desto eher funktionieren sie, und nicht nur im Bett.

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ittlerweile saugte sie an mir, ein Lutschen war es schon lange nicht mehr, und dann forderte sie mich dazu auf in ihren Mund zu kommen. Nein es war weniger eine Aufforderung als ein Flehen. Sie brauche es, sagte sie. Dieser Gedanke erregte mich sehr. Ich schaute ihr dabei zu. Und beim Gedanken in ihren Mund zu spritzen, beim Bild des Spermas auf ihrer Zunge, auf ihren Lippen, wie es womöglich aus den Mundwinkeln herausfloss über ihr verschwitztes Kinn ronn, entlud sich dann mein ganzer sexueller Reiz der vorangehenden Stunden. Die Bilder. Ihr Hintern, ihr Anus, ihre Brüste, ihr Schnaufen, das Bild ihres Gesichtes als sie kam, auch das Weinen, der ganze finstere Schmutz der sich in den letzten Stunden in meinem Kopf breitgemacht hatte, entlud sich in ihrem Mund, wie das Auswringen eines nassen Handtuchs, bis alles weg war, der ganze Reiz durchgespült und ausgelöscht.

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as ich auch immer falsch gemacht hatte. Er kam nicht. Möge es der Wein gewesen sein, oder mögen es die Vorbehalte gewesen sein die er den ganzen Abend schon mit sich herumzuschleppen schien, kann sein, womöglich bin ich nicht die Art von Frau die er wirklich lieben würde, ja, ich bin nun auch nicht die Schönste, ich habe fast keine Brüste, meine Hüften sind schmal, mein Gang ist breit, mein Sexleben nicht umsonst miserabel.
Ich führte unbemerkt meine Hand zwischen meine Beine und befeuchtete den mittleren Finger. Ich war immer noch erregt, ich war immer noch fleischig, aber so ist das, kommt die Frau, muss auch der Mann kommen, und dann ist es vorbei. Der Orgasmus, die schönste Art zu sagen der Sex sei vorbei. Und so nahm ich meinen befeuchteten Finger wieder heraus, setzte ihn auf seinem Anus auf und steckte ihn hinein.
Dann kam er.

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eine Kräfte hatten mich verlassen, ich war alles losgeworden. Aus ihrem linken Mundwinkel trat Sperma hervor, während sie ihre Kopfbewegung verlangsamte. Ich setzte mich sofort auf, ich konnte das nicht mitansehen, ich ekelte mich vor mir selbst.
Ich fragte sie nach Taschentüchern, wo sie welche liegen habe, doch sie lächelte abwesend, fast ein wenig verlegen, wies ab, und wischte sich mit dem Bett das Gesicht.

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achdem er gekommen war, war er wie verwandelt. Erst schien es ihn ungemein zu kümmern, dass mein Mund wieder sauber werde und dann nahm er mich liebevoll in seine Arme, und ich merkte wie er versuchte den Finger den ich in ihn gesteckt hatte zu überprüfen, indem er –ich glaubte zu spinnen– meine Hände küsste. Und dabei die Finger sorgfältig musterte. Der Finger war sauber, glaube ich jedenfalls, ach, wie auch immer, aber ich konnte es mir nicht verkneifen ihn zu verstecken, als wäre eventueller Dreck daran Entblößung seiner Begierde. Mir war es recht, besser als umdrehen und pennen, obwohl, ich weiß nicht, ich wäre gerne ins Wohnzimmer gegangen und hätte den Fernseher eingeschaltet.

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recitativo

Wie es beim Verlagsdirektor geschrieben steht:
Wir lesen wieder. Spalanzani, Pjaer und ich. Am Donnerstag, den 31.01. (Königin Beatrix’ Geburstdag) um 20.30Uhr, auf der (mehr oder weniger) neu gegründeten Lesebühne Ich fang nochmal an…. Wir lesen euch aus dem Buch vor. Und mehr.

Ori Berlin
Friedelstraße 8
12047 Berlin
Eintritt: 0 Euro

milonga de mis amores

Am Sonntag meine ersten Tangoschritte getanzt. Etwa acht Jahre hat es bis zu diesem Tag gebraucht.
Zwischen dem dritten und dem vierten Schritt der ganz gewöhnlichen formacion de base, wie man beim Richtungswechsel nicht nur die Richtung, sondern auch die Achse gleich mit verläßt und plötzlich Hüfte an Hüfte nebeneinander steht. Selten hatte ich das Gefühl, auf solch dezente Weise etwas vollkommen unanständiges getan zu haben.

Ich habe lange Jahre den tanzenden Tangopaaren zugesehen, und mich in unzählige Paare verliebt, während ich am Wein nippend mit einem schweren Brustkorb an der Anmut der mir dargebotenen Liebe vertrocknete, wobei ich bei meinen Gefährten immer schon an der Beschreibung der Ästhetik scheiterte, die ich versuchte zu erklären, womöglich nur mir selbst.

Und dann diese erstaunliche Sinnlichkeit beim Führen. Die Lehrerin sagte ich solle führen. Ich hatte das noch nie gemacht, sie wusste natürlich nicht, dass ich direkt vom Pogo zum Tango geraten bin. Mit meinen Händen in der Mitte des Rückens der Frau, muss ich sie festhalten, weit oben, noch oberhalb des Herzens, weil die Frau ab dem Herz bis hinunter zu den Zehen atmen muss. Wie man den nicht atmenden Teil der Frau festhält, sanft drückt und dreht, wortlos mit den eigenen Bewegungen die Richtung andeutet, indem man sie umschließt, sie einbettet, und dann merkt, dass es viel besser klappt, wenn man mit den Oberkörpern, also mit den nicht atmenden Teilen, einfach verschmilzt.
Wie eins und wie nahe man sich sein muss um zu wissen wohin es geht.
Ich habe das Führen bisher lediglich erahnt. Noch beherrsche ich ausschließlich den Baumstamm-Part. Nicht umfallen.
Ich falle nicht um. Der Rest kommt vielleicht.

(Und erstaunlich sind die Geschlechterrollen, wie sie manchmal funktionieren)

blindgang

Berliner Brandmauern. Immer ein bisschen mit hängendem Kopf und den Händen in den Hosentaschen (und barfuß)

Vor allem über Nikotinsucht gelesen. Jedesmal wenn ich an eine Zigarette dachte. Um genau zu sein, drei Tage lang nur über Nikotinsucht gelesen. Um mich an die Rezeptoren in mir drin zu erinnern.
Auch weiß ich nun alles über Neurologie. Frontallappen zum Beispiel. Der Frontallappen ist das Engelchen im Kopf. Der Frontallappen sagt immer Nein und Nein und Nein, wenn man beispielsweise nach Schokolade greifen will, nach der man nicht greifen sollte. Nun kann man danach hören oder nicht. Als guter Kathole glaube ich natürlich keinen albernen Engelchen auf der Schulter und habe daher weitgehend das gemacht was verlockender klang.
Doch Frontallappen ist super. Immer wenn ich an Zigaretten denke, schalte ich den Frontallappen ein. Ich kann richtig fühlen wie er glüht.

Nikotinsucht. Diese Mechanismen. Dermaßen faszinierend, dass es mich jetzt furchtbar betrübt, zwanzig Jahre lang Nikotinsüchtig gewesen zu sein ohne zu wissen wie toll das eigentlich ist. Es fühlt sich an wie verschwendete Zeit, fast möchte ich nochmal von vorne beginnen zwanzig Jahre lang kettenrauchen und mich jedesmal über meine inneren Rezeptoren amüsieren, wie sie sich aufstellen und mir das Gefühl geben, ich müsse mich belohnen.
Überhaupt Belohnungen. Ich könnte mich den ganzen Tag lang belohnen. Nett zu mir sein.

In Madrid waren es immer die Trauben. Um zwölf zu jedem Glockenschlag eine. Wie ich das immer hasste, und mich spätestens bei der fünften Traube verschluckte. Nicht viel Glück für das kommende Jahr, sagte man mir, und schlug mir mitleidig lächelnd auf den Rücken, während ich mich ins neue Jahr hustete und es von der fünften Sekunde an schon verfluchte. Dabei war es gar nie die Gier, sondern immer diese Hast, ein klein wenig von dem Glück zu erhaschen den sie alle in sich hineinstopften. Vielleicht doch Gier, meinetwegen, will ich jetzt gar nicht wissen.

Letzte Nacht lief dieser junge Portugiese auf der Party herum und verteilte kleine Knäuel Taschentücher. In seinem Land sei es Brauch, sagte er, diese Trauben zu Mitternacht zu essen, zu jedem Glockenschlag eine. Das bringe Glück. Ich öffnete das Tuch und sah zwölf kleine Rosinen. Und musste ein wenig lächeln. Wie klug, Rosinen.
Um drei vor Mitternacht saß ich auf dem Klo und hörte fünfvierdreizweieins. Und dann gingen die Böller hoch. Und die Kirchenglocken läuteten. Und die Menschen fielen sich in die Arme. Und küssten sich auf den Lippen. Und wünschen sich ein glückliches neues Jahr.
Ich schritt langsam die Treppe runter, raus auf die Skalitzer Strasse zu den feiernden Menschen, gegenüber läuteten die Glocken. Nachdenklich öffnete ich das Taschentuch, nahm eine Rosine raus und lutschte sie lange im Mund. Was ein Glück, dachte ich.
Bei meiner dritten Rosine hielt mir jemand eine Wunderkerze vors Gesicht und fragte mich nach Feuer. Als die Wunderkerze anfing zu funken kam schon die nächste. Ich werde gerne gebraucht.
Beim Lutschen der vierten Rosine stand Scott der Australier neben mir. Es sei sein erstes Neujahr in Europa, sagte er. Er zuckte bei jedem Böller nervös zusammen. In Australien sei Feuerwerk verboten, ihm mache das ein bisschen Angst. Aber er möge es. Er habe gehört es ginge darum, das alte Jahr zu verscheuchen. Ich nickte, und sage, ein bisschen wie ein wildes Tier aus dem Dorf zu jagen.
Wild animal, wiederholte er und hielt inne. Er habe 2007 eigentlich gerne gemocht.
Ich dachte kurz nach, und sagte: I don’t know. I really don’t know.
Beim Lutschen der sechsten Rosine fiel mir ein, dass ich es noch nie bis zur sechsten geschafft habe. Irgendwie freute mich das. Danach wurde ich geküsst und ein glückliches Neues Jahr wurde mir gewünscht.
Beim Lutschen der siebten Rosine gefiel mir plötzlich wie bedrohlich das Glockenläuten die Raketen und die Explosionen untermalte. Es mag vielleicht an der düsterkeit der Kirche gelegen haben, wie sie da stand und beharrlich tiefe Dongs von sich gab, während drumherum das wilde Tier aus der Stadt getrieben wurde, und auf das neue Tier, das neue Glück, getrunken. Wie eine Hure kam mir 2008 vor. In 368 Tagen wird man sie wieder wie ein wildes Tier vertreiben. Ich wusste, dass ich blöd bin, solche Sachen zu denken, und dachte mir, falls ich das alles bloggen sollte, dann sollte ich die Sache mit der Hure nicht erwähnen. Ist irgendwie scheiße.
Danach nahm ich die letzten fünf Rosinen aus dem Taschentuch und steckte sie mir gleichzeitig in den Mund. Als ich die letzten fünf Rosinen im Mund kaute, dachte ich erst, wie gut das eigentlich schmeckt, warum man das nicht gleich so macht. Und dann erinnerte ich mich an das Wünschen, nach den zwölf Rosinen könne man sich ja etwas wünschen. Ich hatte einen Wunsch.