Nach dem späten Frühstück gehen wir in den Park. Ein junger Mann spielt Jazzstücke auf einer Klarinette. Er wird instrumental über eine Bluetoothbox begleitet. Die Musik macht gute Laune. Meine Frau wirft etwas Geld in seinen Hut, dann stehen wir eine ganze Weile in dieser schönen Wintersonne und lauschen dem Musiker.
Es misst minus vier Grad. Er muss sich immer wieder die Hände wärmen.
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Meine Frau fragt mich um eine Herausforderung. Sie möchte, dass ich mir Wissen über Django Reinhard aneigne und darüber schreibe. Ihretwegen auch im Blog. Sie möchte sehen, wie ich mich dem Thema nähere und was das mit mir macht. Der Plan ist, dies mindestens in 5 Abschnitten zu tun und maximal in zehn. Mit Abschnitten sind seine Lebensabschnitte gemeint, aber auch Einträge hier im Blog, in denen ich mich diesen Abschnitten widme.
Seit diesen 13 Jahren in denen wir uns kennen, sprach sie immer wieder mal von Django Reinhard. Da sie viele Jahre in Wien lebte, hatte ich unbewusst wohl immer diesen österreichischen Sänger Rainhard Fendrich vor Augen. Wenn jemand zusätzlich noch „Django“ in seinem Namen trägt, dann biegt mein Interesse wohl schnell in eine andere Richtung ab.
Aber es ist ihr ernst. Ich ahne, dass ich mit Austropop und Vulgarität auf einem sehr falschen Pfad bin und es sich in Wirklichkeit um eine spannende Person handelt, sonst würde sie das nicht von mir wollen. Ich traue mich noch nicht zu googlen. Wo der her kam, ob er noch lebt, was er gemacht hat und je länger ich damit warte, desto mehr komme ich mir wie ein Kulturbanause vor. Ich verdränge es für heute. Ab morgen werde ich mir vermutlich einen Überblick verschaffen.
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Den ersten Weihnachtstag habe ich nie verstanden. Aber auch den zweiten Weihnachtstag. SIe haben immer diese leere Ausgehöltheit wie Ostern. Ich weiss nicht genau, was ich feiere. In der Tradition meiner Familie spitzt sich immer alles auf den 24. Abends zu. Lichter, Essen, Trinken, Geschenke, Patzbumm, Bett. Ab dem 25.12. beginnt das lange Abräumen.
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Als es dunkel wird, machen wir alberne Fotos. Wir hängen uns die Lichterketten um und schiessen Selfies. Wenn man die LEDs zwischen den Zähnen hält, leuchten die Zähne rot. Wir haben einen Riesenspass. Beim Anschauen der Bilder merke ich: ich habe ein neues Profilbild für Insta.
Danach kochen wir Fiskgratäng. Fischgratin.
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