[gesucht: lost]

da ich meinen Lost-Partner verloren habe, und es für mich vollends unmöglich ist Lost alleine zu schauen, weil ich nachher oftmals aufgewühlt bin und immer jemanden brauche das ganze Geschehen neu zu ordnen und zu falten, doch sonst niemand aus meinem Umfeld wissen will was mit OceanicFlight so geschieht, muss mein Blog jetzt herhalten:

Jemand da der einmal wöchentlich die neuen (die ganzganz neuen, also ab Staffel 4, Folge 11) Folgen mit mir schauen möchte? Meistens am Wochenende, bald nach Erscheinen in den US. Ich kümmere mich um die Beschaffung.

Rechts oben ist so ein Emailknopf.
Würde mich sehr freuen.

[Zinnowitz, Usedom]

I.
angekommen
Pizza gegessen
auf dem Pier gelaufen
Bier getrunken
ins Bett gefallen

II.
aufgestanden
gefrühstückt
spaziert (am Strand)
zu Mittag gegessen
am Strand den Wellen zugesehen
zu Abend gegessen
Ardbeg getrunken
Bier getrunken
Ardbeg getrunken
ins Bett gefallen

III.
aufgestanden
gefrühstückt
mit dem Fahrrad nach Peenemünde gefahren
Eis gegessen
Kaffee getrunken
zu Mittag gegessen
am Strand den Wellen zugesehen
mir ausgemalt wie es wäre einfach hier sitzenzubleiben, tagein tagaus hier sitzen, nach rechts sehen wenn die Sonne aufgeht und nach links zum Abschied am Abend, und in der Zeit dazwischen den Wellen zuschauen, wie diese einander verfolgen und beim Brechen übereinanderherfallen wie zwei kleine Hunde beim Spielen, hin und wieder bliesse der Wind und ich würde die Augen schließen, und dann die Augen geschlossen lassen, weil die Sonne so schön leicht darauf drückte, und ich danach beim Blinzeln den schwarzen Fleck an der Brandung zu erkennen versuchte, ob es nun ein Hund sei oder ein angespülter Baumstamm, und dann sähe ich hinunter zu meinen Füßen, wo ein kleines Mädchen mit einer grünen Gießkanne stünde und mir meine eingegrabenen Füße gösse, und ich würde sagen, Hey Mädchen, irgendwie gefällt mir das nicht, und das Mädchen würde mich ein bisschen traurig ansehen, wegen der vielen Blätter die ich beim Empörtsein verloren hätte, sie sagt ich sei aber schon ganz trocken, und meine Wurzeln lägen auch schon blank, doch ich würde sagen es sei noch nicht so schlimm, siehe da, und ich würde an meinen Füßen rütteln, und hinzufügen, dass ich ja noch fest im Sand verwurzelt sei, keine Sorge also, es sei alles gut [...]
zu Abend gegessen
Ardbeg getrunken
Bier getrunken
Bier getrunken
ins Bett gefallen

IV.
aufgestanden
gefrühstückt
den Wellen zugesehen
zum Bahnhof gelaufen

[und dann Hamburg]

Eigentlich wollte ich hier schreiben: Rückblick kommt noch, brauche dafür nur etwas Zeit, bin derzeit so etwas wie ein vielbeschäftigter Mann der die Zeit nicht findet sich in aller Ruhe an den Rechner zu setzen und zu reflektieren. Doch dann schlittert mir Hamburg wieder in die Vergangenheit ab, und es ist ja jetzt schon so, dass alles Sentiment ist, dass dieses ganze Wochenende als Batzen Emo in den Schubladen verschwindet.
Doch jetzt habe ich den Ton gefunden mit dem ich berichten kann. Und der Ton geht so:

Ich hatte gute Gründe Hamburg erstmal nicht zu besuchen, was ich nicht wusste, ich weiss es jetzt aber umso besser, und deshalb die große Verblüffung (Patzbumm), weil der Grund eine unerklärliche Wehmut ist, so waren die vier Jahre an der Elbe doch von der ersten Stunde an gezählt, eine Interimslösung sozusagen, leichten Herzens habe ich mich davon getrennt, auf nach neuen Ufern, Spree zumbeispiel, doch die Trennung von der Stadt wurde erst jetzt, ein knappes Jahr später schwierig, oder schwer, oder schweinedoof, schon witzig das mit den Schw’s, weil ich das jetzt auch alles schwulstig schildern könnte, oder schwätzig, schwichtig, schwundelaterne – herrje, Hamburg, wie in meiner Einbildung dann alles nach Meer roch als ich den Hauptbahnhof auf der östlichen Seite verließ, Hamburg, dachte ich, und die Junkies und Penner der Ostseite trotzten immer noch mutig der klassischen Musik, ich musste lachen, dabei lief ich ein bisschen als hätte ich Flügel, bis zu des Merlixes Haustüre wo mich in den Armen der Herzdame sein überaus gutgelaunter Minisohn mit einem strahlenden, nein lichtdurchflutetem und verstrahltem Lachen begrüßte. Herzdame gedrückt, Merlix gedrückt, und überhaupt Merlix. Norddeutsche . Hätte die Norddeutsche Seele ein Blog, dann hieße das Blog Herzdamengeschichten, und das war jetzt albern, ich weiß, aber trotzdem, hätte die Norddeutsche Seele ein Blog das so hieße, dann würde ich es lesen.
Und dann Lu. Aber das lass ich jetzt sein, muss ja nicht immer alles Emo sein.
Und ihr M. Aber das lasse ich jetzt sein, muss ja nicht immer alles Emo sein.
Isa immer gut gekleidet, Isa immer da, immer Menschen, immer alles verstehen, mit Herz, immer Isa.
Und Kid37 hatte rote Flecken um den Augen. Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich geglaubt es sei Kriegsbemalung, doch es war bestimmt nur die Sonne, die ja alle Gemütslagen ignoriert und immer ihr eigenes Ding dreht, Photosynthese beispielsweise, und Abends macht sie lange Schatten, oder sie teilt beliebig Hiebe aus, bleich- und dünnhäutigen rheinischen Männer. Meine Freude ihn wiederzusehen war so groß, dass ich ihn um seine Kriegsbemalung loben und über Friedenspfeifen witzeln wollte, doch ich verkniff es mir. Das Lachen wird uns noch oft genug vergehen.

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[...]

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Cem ist ein Löwe. Sternzeichen auch. Wenn Cem atmet braucht er Platz. Und bekommt ihn ohne danach fragen zu müssen. Er hält die Fäden beisammen, weiss wo die Löcher in der Konversation sind, tritt nie auf etwas drauf, sondern füllt alles behutsam auf. Wenn er fragt warum man nicht twittere, dann fühlt man sich regelrecht zu einer ausgiebigen Erklärung verpflichtet.

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[...]

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Bebildert (Danke Alexander)

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Und dann gibt es noch so vieles zu sagen: dass niemand so gut Geschichten erzählen kann wie Paulsen das kann, dass Percanta immer ein bisschen traurig guckt wenn sie lacht, dass KerstinundAxelundIchichich schmerzlichst vermisst wurden, dass ich bei Schafen immernoch an Frank denken muss (was am Samstag ein bisschen Dings war als Lu die Sache mit dem Schaf las und ich beim Wort Schaf automatisch über die Zuschauerköpfe hinweg nach Frank suchte, ihn fand, und er zurückschaute, das war eine ungewohnte Form des denken-an-Frank-wenns-um-Schafe geht), dass FrauStella eigentlich ein ziemlich reiches Leben hat, und überhaupt: Stetigkeit der Liebe, dass[...]

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Dem Taxifahrer dann zugeworfen mich nicht ins Bett zu bringen, sondern mich in die Schanze zu fahren, es sei so lange her, Schanzenluft, das rieche ein wenig nach diesen vergangenen Tagen, wo vieles noch roch, dem Geruch gefolgt, worauf ich zwei Stunden lang zwischen den feiernden Menschen in der Schanze herumgeisterte, immer auf Abstand, den Menschen zugesehen, meinen Lieblingsdöner besucht und dann zu meiner alten Wohnung geschlichen, und gesehen, dass noch Licht brannte, mitten in der Nacht und ich natürlich die Straßenseite gewechselt um hineinzusehen und dann dieser große Bücherschrank an der rechten Wand, wie konnte sie bloß diesen großen Bücherschrank an die rechte Wand stellen, das erdrückt das Wohnzimmer vollends, [...] [mehr zu follow]

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Über den Abend:
Percanta
Merlix
Cem
Isa
Lu
Alexander

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Danke euch allen.

(Und Merlix für die Nordausrichtung des Bettes)

[Pragma]

Beim Franzosen, und ich dann immer diese weltfremde Haltung wenn ich freundlich mit Salut begrüßt werde, dieser gekünstelte Gruß, den ich schon als Buonassera beim Italiener im Ausland nicht mag, weil man das nicht sagt, Buona-sera-wollen-sie-einen-Tisch-am-Fenster, wie man auch nicht Herr Lehmann sagt und ihn dann duzt, aber egal, wie ich dann immer wieder erschrecke und dem Salut ein ungelenkes Salü entgegenbringe, wie ich dem zum hundertsten mal wiederholten Voila irgendwann nur ein müdes ‘Keschön entgegne, weil ich wirklich nicht mehr merci sagen kann, weil ich wirklich nicht mehr will, nicht mehr kann, statt merci nur noch um mercy bitten will, aber auch das ist lediglich eine Frage der Form, der Süße vielleicht, so habe ich noch Kilotonnen Dextrose in meinem Herzen gebunkert mit der ich jetzt nichts mehr anzufangen weiß, weil grad alles ein wenig Pragma ist. (Und Pragma ist jetzt bestimmt ne tibetanische Disziplin, von der mir kotzübel wird. Aber vielleicht auch nur weil ich betrunken bin. Das Tibet jetzt, nicht die Pragma.)

Gestern in einer besonderen Laune ein Doppelripp Unterhemd gekauft. Mich bei der Begutachtung vor dem Spiegel wie eine Frau gefühlt die sich zum ersten mal halterlose Strümpfe übergezogen hat. Ich war betroffen. Zusammen mit meinem 12-Tage Bart sieht das sehr verwegen aus. Das Unterhemd jetzt und nicht die Strümpfe.
Danach ein wüstes Bedürfnis verspürt Bäume auszureissen. Oder wenigstens zu fällen. Stattdessen endlich das Ikearegal aufgestellt. Danach ging es mir nur bedingt besser. Erst am Abend wieder, als wir Männergespräche führten, über die Entwicklung der Gefühle.

Hallo Hamburg

Mit Lu, Isa und Merlix. Wir lesen aus unseren Blogs vor. Und Cem moderiert. Das wird sicherlich supa.
Ihr kommt schon alle, richtig?

[...] als ich in 36 das Taxi herbeiwinkte, und wie ich jetzt 36 sage und dabei versuche es mit dieser lässigen Selbstverständlichkeit dahinzuwerfen wie sie es tut, wenn sie über den hinteren Teil Kreuzbergs spricht, wobei es bei mir etwas hölzern klingt, sicherlich weil mein Kreuzberg keine Mauer mehr hat und 36 deswegen der vorderste Teil des Viertels ist, aber was weiss ich schon, nicht einmal, dass 61 pennt, weil in meinem Berlinverständnis 36 ohnehin immer weinger brannte als NO55, aber egal, worum es mir geht:[...]

[...]Ich will einen Stachelbeerbaum unters Fenster gepflanzt bekommen, in dessen Erde ich meine Hände wühlen kann, jegliche Sauberkeit von mir waschend zur Nacht.

Während ich in der Stalinallee Richtung Alexanderplatz vom Fahrrad stieg, weil der Sturmwind mir von vorne auf das Gemüt drückte, schaute ich den entgegenkommenden Fahrradfahrern zu wie sie auf dem Weg nach Friedrichshain ganz bis nach Russland gepustet wurden. Sie hatten sichtlichen Spaß daran. Ich habe mich mitgefreut.

Lieber to01,

aus dem Haufen der Frühlingsswap CDs wurde mir Deine Scheibe zugespielt und ich will Dir an dieser Stelle dafür danken. Danken, weil ich sie wirklich gerne mag, mal abgesehen von kleineren technischen Störungen wie die Unbespielbarkeit auf meiner Anlage, was aber eher an meiner Anlage und ihre Eigenschaft, zeitgemäße Tonträger nach dem Stand des Mondes abzuspielen, liegt. Aber Deine CD hat mich sehr gefreut, weil die Musik nun wirklich anders ist als alles was ich in diesen Tagen höre. Ein bisschen kommt mir Deine Musik sogar vor als wäre es die natürliche Fortsetzung des Punk aus den Siebzigern, mit diesem riesigen Loch der achtziger und neunziger dazwischen, als hätten die Clash 30 Jahre später neu angesetzt und heutigen Zeitgeist gespielt. Damals hätte man den neuen Zeitgeist Plastik genannt, heute fühlt es sich mehr nach wohlformulierter Klage an. Die Ästhetik hat sich natürlich verändert. Gleich wie man brennende Barrikaden heute nicht mehr als zeitgemäß empfindet; wie man es als zu wenig reflektiert betrachtet. Womöglich ist es aber nur die Hygiene der heutigen Zeit. Und provozieren will ja niemand mehr.

Mag ich jedenfalls sehr, die CD. Das Cover zum Selbstbasteln finde ich witzig. Die Musiktitel sind allerdings teilweise unlesbar (Der Grundschullehrer nannte meine Handschrift Hühnerschrift, das soll also kein Angriff sein). Was heisst das: debausser? desansser? Das Stück ist jedenfalls klasse.
Was ich im Besonderen mochte: God is an astronaut. Googelnd stosse ich bei dieser Band auf die Beschreibung Mäandernde Klanggebilde. Irgendwie komisch das mit der neuen Revolution. Ist aber gut so erstmal. Zumal die Protestkultur gut versteckt gehört. Aber was rede ich schon, vor lauter Provokation und Protest hab ich völlig das Contra aus den Augen verloren.

Herzlichen Dank nochmal,

Mek

Emma zum Anlass genommen, gestern unheimliche Mengen Bier und Schnaps zu trinken. Man sollte ja nicht raus heute wenn man nicht unbedingt müsse, sagten uns die Meteoristen. Lebensgefahr und Katastrophen. Bin dann doch noch rausgegangen. Als Leichentuch im Bett zu liegen ist nur schön wenn jemand da ist an dem man sich – verwickeln kann. Und ohne Sex weiss ich mit den schnell vorbeiziehenden Wolken und dem ganzen Klappern der Gerüste auch nichts anzufangen wenn ich die Haltung verliere. Und der Rythmik wegen merkwürdige und kommalose Nebensätze mache.

Hey. Alles gut hier. Sollte ich nach den besorgten Mails wirklich mal posten. Wirklich alles gut. Glaube ich jedenfalls.
Neulich saß ich zwei Stunden in einem Meeting über die neue Mailapplikation, als Hauptansprechpartner für die technische Fraktion. Zwei Stunden genickt und mit interessiertem Blick auf die Tafel geschaut, doch stattdessen drei Charaktere für das Drehbuch geknetet und geformt: den theatralischen Führertypen, den introvertierten Grummeltypen und den destruktiven Charakter der immer kurz davor ist, heilig zu werden. Gegen Ende des Meetings fragte man mich ob ich aus technischer Sicht Einwände hätte. Ich wachte auf, hatte vergessen was das Thema war, hatte vergessen was meine Anwesenheit dort zu bedeuten hatte, hob schließlich den Zeigefinger und sagte: Ja.
Man fragte mich warum und ich sagte deshalb und deshalb. Man nickte und sagte, gute Punkte seien das.
Also ja, alles gut hier. Besonders der dritte Charakter ist gut gelungen.

Nur bin ich mir nicht sicher wie ich das mit der Karmaverteilung erledigen soll. Aber das hat ja nichts mit dem Buch zu tun.

[Gerinnung]

Und dann die vielen Scherben auf dem Boden, weil man klaren Tisch machen wollte. Früher nannten wir das Tabula Rasa und wir wussten woran wir waren, bei klaren Tisch denkt man ja eher ans Reden, und nicht an die zerschellten Dinge. Gläser, Flaschen, und ja, die Metapher, sie kommt: Träume, Pläne und am Ende gar die Hoffnungen.

Und dann soll man die Scherben nicht vom Boden heben, so hat man es immer eingebläut gekriegt, sondern mit Kehrzeug einsammeln und in festen Behältern entsorgen; in Schachteln beispielsweise, oder einwickeln in diese dicken Rollen Unvermögen.

Und dann scheißt man natürlich auf das Kehrzeug, greift danach, und schneidet sich, nochmal und nochmal, weil man wissen will ob die Scherben das Licht genau so brechen, ob sie genau so leuchten.

Frühlingsswap

Es ist wieder Mixtape-Jahreszeit. Klick:

[in quiete]

Wie wenig Platz wir brauchten. Als ich nachts von einem schlaftrunkenen Toilettengang zurück ans Bett kam und ich diesen winzigen Fleck sah auf dem ich vorhin gelegen haben musste. Dieser winzige Fleck zwischen ihr und dem Bettrand, während hinter ihr sich die weiten Flächen liebloser Bettödnis ausdehnten. Dieser winzige Fleck zwischen ihr und Bettrand auf den ich mich wieder drängte.

[wie lange es her ist]

Oder sie stehen ein bisschen abseits. Sie schaut ihn hoffnungsvoll an wobei er sich bedeckt hält. [man ahnt es. Nichts gutes]

Die Videos der Lesung vom letzten Donnerstag auf Youtúbbe. Die Medien — schon tolles Zeug das. Und Undundund ist sehr schnafte.

Die eigenen Texte werden ganz haarig wenn sie altern. An der Oberfläche so überschüssig, wie Haare eben, an denen man dann zwirbeln will, bis alles rot wird und weh tut. Oder schlimmer noch, eigene Texte werde strähnig, der Talg bleibt an den Fingern kleben wenn man drüberfährt. Geht gar nicht.
Ich habe aber das Gefühl, dass mir das Publikum gestern all meine Streichungen verziehen hat. Das muss man auch können. Das Verzeihen mein ich, und nicht das Streichen.

(dabei habe ich nichtmal etwas gegen Haare)

Bin dann mal weg. Paar Tage Prag. Als allerletzter Mensch der dort noch nie gewesen ist.

zier (ein pornographischer Versuch)

[der Mann der immer kann; die Frau die immer will]

W

ir redeten plötzlich angeregt über schmutziges Zeug, nachdem er die ganze Zeit schon auf meine Beine geschielt hatte und nach dem zweiten Glas dann sagte, das Wippen meiner Beine mache ihn nervös, ich solle damit aufhören. Als Scherz nur, aber ich fühlte wie sehr es ihn erleichtert hatte, es anzusprechen.
Später ging er auf die Toilette, was ich dazu nutzte einen Knopf meiner Bluse zu lösen und meinen Rock ein wenig nach oben zu korrigieren. Als er wiederkam, hatte ich meine Beine überkreuzt an der ganzen Seite des Tisches entlang positioniert. Er kam nicht an seinen Stuhl ohne mich zu bitten, meine Beine beiseite zu nehmen.

M

einer Meinung nach waren es die Zeichen gewesen. Wie sie sich an die linke Brust griff und diese mit einem unverschämten Grinsen hochdrückte, obwohl sie eigentlich ihr Herz andeuten wollte, weil sie von der Liebe sprach. Sie schien selbst erschrocken von dieser Geste, doch umspielte sie ihren Fehltritt verblüffend charmant, indem sie theatralisch die Schuld von sich wies und dabei sagte, die Titte sei ihr im Weg gestanden. Wir lachten. Noch.
Später wurde sie offensiver, wie sie ihre Beine zur Schau stellte, wippend vor meiner Nase auf und ab. Man kann nun sagen, ich sei leicht zu verführen gewesen, ich will das ja gar nicht abstreiten, doch wies ich sie darauf hin, sagte, sie spiele mit meinen Gefühlen, wenn sie so offenherzig mit ihren schönen Beinen wippe, und natürlich konnte ich mir das Wort schön nicht verkneifen, waren sie ja auch, und klar, es war alles gespielt, ich wollte ja nicht, dass sie damit aufhöre. Dies brachte sie leider dazu mit dem Wippen aufzuhören, jedoch auch neugierig auf ihrem Stuhl nach vorne zu rutschen, was weite Teile ihrer Oberschenkel entblößte. Ich schaute weg, schaute wieder hin und sie wollte nur wissen was das sei, mit uns Männern und dieser Sache mit den Beinen. Ich antwortete, ich wisse nicht was mit den Männern los sei, aber ich jedenfalls, ich müsse bei schönen Beinen ans Ficken denken.

W

enig später öffnete ich die zweite Flasche Wein und meine Bluse. Ich meine einen erschrockenen Blick in seinen Augen erkannt zu haben. Das amüsierte mich und deshalb lachte ich. Doch er schien nicht zu wissen worüber ich lachte. War ja auch egal. Ich war es plötzlich satt geworden zu reden, deshalb schenkte ich den Wein ein und verschwand mit den beiden gefüllten Gläsern ins Schlafzimmer.

M

ir war unklar wie ich das zu interpretieren hatte. Auch wenn es wirklich offensichtlich war. Es war nur schwer vorzustellen, dass sie mich jetzt ohne Glas in ihrer Küche sitzen lassen wollte. Ich zögerte eine halbe Minute, doch dann stand ich auf und schritt in den Flur. Im Flur sah ich ihren Rock auf dem Boden liegen und wenige Meter weiter ihre Unterhose. Am Ende des Flures kam aus einem Zimmer ein bisschen Licht, in jenem Zimmer stand sie, hielt mir mein Weinglas entgegen und lächelte, wie man manchmal lächelt wenn man einen Scherz gemacht hat von dem man nicht genau weiß ob er gelungen ist.

W

ortlos küsste er mich auf die Lippen. Der Kuss schmeckte ein bisschen nach einem Mann der jetzt und sofort vögeln will, aber nicht weiß wie er das am besten sagt und deshalb einfach mal drauflosküßt. Ein bischen hart und teilnahmslos. Aber recht hatte er. Nähe ist schließlich ein guter Anfang. Besonders mochte ich es, seine Erektion zu spüren. Als ich mich beim Küssen gegen ihn andrückte und mit meiner Hüfte seine harte Latte bemerkte. Ich konnte es nicht sein lassen und drückte absichtlich noch ein wenig dagegen.
Er hätte mich sofort nehmen können, die ganze Küsserei war überflüssig geworden, zu lange saß ich schon neben ihm.

M

it einem Zungenschlag auf meine Lippen ließ sie von mir ab, drehte sich um und ging auf dem Bettrand in die Knie. Dann bückte sie sich vorne über und streckte mir ihren Hintern entgegen. Sie forderte mich auf etwas zu machen. Mach etwas, sagte sie und hielt dabei ihr Gesicht vergraben, als fürchte sie die Konsequenzen.
Ich kniete mich hin und betrachtete ihre Vagina. Ihre Vagina war aufgegangen, fleischig geworden. Im spärlichen Licht der gelben Lampe konnte ich eine glitzernde Flüssigkeit erkennen die zwischen den Schamfalten hervortrat. Die gebückte junge Frau atmete nicht. Sie schien nur darauf zu warten, dass irgendwas geschehen würde, möglicherweise, dass Funken fliegen würden.
Also zog ich mit meinen Händen ihre Pobacken auseinander und legte meine Zunge auf ihren Anus.

W

ie konnte ich ahnen, dass er mich so lange einfach so knien ließ. Ich war berauscht, ich saß seit Stunden mit aufgeweichtem Willen herum, ich wollte ihn in mir fühlen. So hielt ich ihm meinen Arsch hin. Er regte sich lange Zeit nicht, doch wußte ich, worauf er schaute und ich meine zu wissen woran er dachte: Fleisch. Mein Arsch sieht gut aus wenn ich mich bücke, er ist normalerweise ein bisschen zu, wie soll ich sagen, länglich? Doch gebückt scheint er das ganze Sitzfleisch das sich sonst über die Länge verteilt, zu einem runden Ballen zu versammeln.
Doch es dauerte ewig. Er schien zu zögern. Ich hörte nichts, weder das Aufknöpfen der Hose noch seinen Atem, es tat sich nichts. Ich schämte mich in jenem Moment, in jenen gefühlten Stunden, doch konnte ich nichts mehr rückgängig machen, ich hatte bereits zu viel von mir preisgegeben. Ich weiß noch, dass ich mir kurz überlegte aufzuspringen, alles abzusagen, mich zu entschuldigen, mir den Rock anzuziehen und in der Küche zu verschwinden, in der Hoffnung er würde es verstehen und daraufhin die Wohnung verlassen – als er sich plötzlich hinkniete. Ich konnte es fühlen, dass er näher herangekommen war, er schien meinen Schambereich zu mustern.
Schließlich legte er seine Zunge auf meinen Anus.
Ganz kurz nur. Danach leckte er sanft, fast zu sanft, um den Anus herum, spitzte dann die Zunge und machte ein paar weiche Versuche damit einzudringen.

M

it meinen Fingern holte ich ein wenig Flüssigkeit von ihrer Vagina und strich sie auf ihren Anus. Als ich den Zeigefinger reinsteckte kniff sie ihre Pobacken leicht zusammen und entspannte sie gleich darauf wieder. Und endlich konnte ich sie atmen hören. Obwohl, das Atmen war nur von kurzer Dauer und sofort in ein Stöhnen übergegangen, leise zwar, aber ein Stöhnen eben, alsob ihre Lust sich in Symbiose mit der lebensnotwendigen Sauerstoffzufuhr befinden würde. Jetzt hatte ich eine Patientin die mir ausgeliefert war.

W

as er mit Zeug meine, fragte ich ihn. Zeug halt, wiederholte er seine Frage und zählte Spielzeug auf. Dildos, Kugeln. Dann zögerte er kurz, und sagte: irgendwas. Ich griff routiniert, und ohne meinen Leib verstellen zu müssen unters Bett und zog eine Kiste hervor. Zu spät dachte ich an die große Menge die ich darin aufbewahrte, vor allem dachte ich an die extravaganten Variationen. Leicht amüsiert stellte ich mir seinen erschrockenen Blick vor, schloß wieder die Augen, und ich fühlte mich eine unglaubliche Schlampe.

M

ühelos zog sie eine riesige Kiste unter dem Bett hervor. Dildos, gynäkologische Werkzeuge, Kugelketten, zangenartige Utensilien, vieles davon hatte Noppen. Ich kann mich erinnern wie mich der Gedanke an ihre einsamen Nächte erregte, der Gedanke daran, wie sie alleine in ihrem finsteren Zimmer, um ihre Lust zu stillen, genoppte Dildos ritt, wie sie in aller Stille kam, ein lautes Stöhnen unterdrückte, weil Wichsen immer zu intim ist um laut zu sein. Vielleicht war es der Gedanke an dieses Bild einer verzweifelten Frau, zu unrecht vermutlich, was wusste ich schon über sie, der mich als erstes zum Seil greifen ließ.

W

omöglich hätte ich mich befreien können, er war kein Meister der Fesselkunst, und ich gebe zu, dass ich froh darum war. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich mag es wirklich sehr gefesselt zu werden, ausgeliefert zu sein, es ist dieses gewisse Gefühl mißbraucht zu werden, ein Objekt zu sein, das kann sehr anregend sein. Doch kannte ich ihn ja kaum, und dann wird das problematisch. Was wußte ich schon über ihn, nun gut, wir hatten ein paarmal gechattet, ein paar Emails waren hin und her gegangen, ich hatte mir einen generellen Eindruck geholt, und auch sonst, an jenem Abend, schien er mir keineswegs ein Gestörter zu sein, wie man so sagt. Doch dann liegt man eben da, kann Arme und Beine nicht mehr bewegen, und dermaßen verbogen, dass man die beiden intimen Körperöffnungen wie auf einem Präsentierteller einem fremden Mann zur Verfügung stellt. Da fängt man dann an zu denken unter den geschlossenen Augenlidern. Man denkt an Lustmorde, an all die Szenen die man sich beim Lesen von Artikeln über Lustmörder so hübsch und detailiert ausgemalt hat. Da war ich eben froh zu wissen, wie leicht ich mich wieder aus den Fesseln hätte winden können.

M

eisterhaft verbunden hatte ich sie. Ich setzte mich für eine ganze Weile abseits auf einen Stuhl und betrachtete mein Kunstwerk. Aus ihren beiden Körperöffnungen ragten zwei Dildos hervor. Ein ziemlich Dicker für vorne, und ein Schmalerer für hinten. Nur hatte ich sie zweckentfremdet. Der Große steckte hinten. Ich wußte nicht wirklich was als nächstes zu tun sei. Etwas machen sollte ich, etwas machen, ich wollte hauptsächlich meinen Schwanz in sie reinstecken und auf ihrem hübschen Hintern kommen.
Aber wenn ich das einfach so getan hätte, sie einfach bespringen, wäre ich ihr vermutlich als mediokrer Liebhaber in Erinnerung geblieben. Und das ist manchmal bitter.
Danach sah ich mich jedenfalls um, ich fand eine Fotokamera und lichtete mein Kunstwerk damit ab. Von mehreren Seiten. Einige ganz üble mit Blitz.

W

ichsgeräusche. Er war nicht bei mir, doch hörte ich das schnelle, rythmische Schnalzen feuchter Vorhaut. Was ich dabei dachte? Ob es mir gefiel? Nun. Ja, durchaus. Ich vermißte allerdings körperlichen Reiz. Im Normalfall ist ein wichsender Liebhaber äußerst stimulierend, in jenem Moment war ich jedoch schon zu sehr erregt, alsdass dies einen Mehrwert gebracht hätte. Ich kniete da ziemlich verlassen. Und Dildos vibrieren nicht. Und ich triefte. Nein schreiben sie besser hin ich sei erregt gewesen. Triefend klingt gleich so verzweifelt.

M

ir fehlte die Nähe. Aber das wusste ich erst am nächsten Tag. Also körperliche Nähe. Ich muss Haut spüren, Brüste, Beine, Po. Ich kann nicht einfach nur etwas machen. Deshalb ging ich zurück ins Bett, legte mich vor sie hin, nahm sie bei den Haaren und steckte meinen Dingsda in ihren Kopf.

W

ie mir die Luft wegblieb. Er hatte sich vor mich gelegt – oder gesessen, so genau weiß ich es nicht mehr, und dann hatte ich plötzlich seinen Schwanz in meinem Mund. Gefiel mir natürlich. Vielleicht weil er auf einmal da war, also so richtig da, aber ach, ich mag einfach Schwänze. Und was mir in jenem Moment auch gefiel: ich konnte wenig anderes tun als daran zu lutschen. Meine Arme waren so verbunden, dass ich mich entweder darauf stützen konnte, oder seitlich wegrollen. Ich stütze mich aber darauf, weil ich ja die ganze Zeit über von hinten be– hm, –arbeitet wurde, oder bearbeitet werden wollte. Ich hätte mich nun wegrollen können, aber das hätte wiederum das Lutschen erschwert. Ein Kreuz manchmal.

M

angels Erregung ließ ich dann von ihr ab. Keine Ahnung warum. Irgendwie war mir das zu öde. Daher machte ich mich wieder hinten bei ihr zu schaffen, da gab es vielleicht mehr zu sehen. Und weil sie lauter stöhnte, je fester ich die Dinger in sie reindrückte, suchte ich jenes dicke Ding in ihrer Kiste, das Ding das ich vorhin schon gesehen hatte das aussah wie ein Stöpsel.
Und dann drückte ich diesen trichterförmigen Stöpsel ganz langsam in sie rein. Ganz langsam. Ich merkte wie sehr sie das mochte, wie sie immer lauter stöhnte. Ich tat eigentlich nicht viel ausser das Teil festzuhalten. Sie drückte dagegen. Nun gut, ich half ein bisschen nach, ich drückte mit, und ich bin immer wieder verblüfft wie dehnbar ein Schließmuskel ist, wenn man nur langsam zur Sache geht, aber ich habe ja immer Angst, dass ich da etwas kaputt mache. Wenn man in Lust und in Rage nicht mehr genau weiß wo die Grenzen liegen.
Doch ehe ich mir wirklich ernsthafte Gedanken darum machen konnte, weil ich eher ihrem immer lauter werdenden Stöhnen zuhörte, zitterte sie plötzlich — und dann weinte sie.

W

ar ich erst noch willensschwach, so war ich alsbald willenlos geworden als er sich wieder hinter mich stellte und mir den Arschstöpsel reinschob. Auch in meiner Möse steckte etwas, oder jedenfalls war da etwas, aber ich konnte das alles nicht mehr unterscheiden. Er drückte nach vorne und ich hielt dagegen. Ich merkte wie der Stöpsel immer tiefer ging, langsam, aber immer tiefer, und dann wusste ich irgendwann nicht mehr was und wo, ich fühlte mich, als hinge ich willenlos an diesem Stöpsel wie an einem Tropf im Krankenhaus, ein Tropf der betörendes und verbotenes Zeug in mich hineintröpfeln ließ. Komische Metapher, ich weiß.
Manchmal, wenn der Orgasmus besonders heftig ist, dann verliere ich völlig die Contenance. Dann muss ich weinen. Das hatte ihn ein wenig irritiert.
Doch für Irritationen gab ich ihm nicht viel Zeit.

M

unter entwand sie sich der Fesseln, drehte sich um und wies mich an mich hinzulegen. Als wäre alles nichts gewesen. Als wären meine Fesseln Kinderspiel gewesen, als wäre sie nicht gekommen, alsob sie nie geweint hätte.
Sie setzte sich seitlich neben mich und nahm meinen Penis in den Mund. Ich fand es toll ihr dabei zuzusehen. Sie blies sehr andächtig. Sie blies sehr, wie soll man sagen: geil. Man merkte, dass sie es gerne tat, dass sie Spass daran hatte. Läge es an mir, hätte sie mich den ganzen Tag lang bearbeiten können.

W

eil er nicht kam, obwohl er schon eine Weile lang schwitzte und stöhnte, doch meine Hand und mein Mund sich langsam versteiften, flüsterte ich ihm ins Ohr, dass ich alles in meinen Mund abkriegen wolle, die ganze! dicke! Ladung! Ich sprach jedes Wort mit Ausrufezeichen aus, und das zeigte endlich Wirkung. Sein Atem wurde lauter und die Arschbacken kniff er zusammen, wie er die Beine streifte und mit diesem entsetzten Blick mich ansah, während ich meine schweinischste Miene aufsetzte und die Lippen zum Vollmund gestülpt über seine Eichel bewegte. Männer. Die Hure spielen geht immer. Je mehr man es deren Wichsvorlagen gleichtut, desto eher funktionieren sie, und nicht nur im Bett.

M

ittlerweile saugte sie an mir, ein Lutschen war es schon lange nicht mehr, und dann forderte sie mich dazu auf in ihren Mund zu kommen. Nein es war weniger eine Aufforderung als ein Flehen. Sie brauche es, sagte sie. Dieser Gedanke erregte mich sehr. Ich schaute ihr dabei zu. Und beim Gedanken in ihren Mund zu spritzen, beim Bild des Spermas auf ihrer Zunge, auf ihren Lippen, wie es womöglich aus den Mundwinkeln herausfloss über ihr verschwitztes Kinn ronn, entlud sich dann mein ganzer sexueller Reiz der vorangehenden Stunden. Die Bilder. Ihr Hintern, ihr Anus, ihre Brüste, ihr Schnaufen, das Bild ihres Gesichtes als sie kam, auch das Weinen, der ganze finstere Schmutz der sich in den letzten Stunden in meinem Kopf breitgemacht hatte, entlud sich in ihrem Mund, wie das Auswringen eines nassen Handtuchs, bis alles weg war, der ganze Reiz durchgespült und ausgelöscht.

W

as ich auch immer falsch gemacht hatte. Er kam nicht. Möge es der Wein gewesen sein, oder mögen es die Vorbehalte gewesen sein die er den ganzen Abend schon mit sich herumzuschleppen schien, kann sein, womöglich bin ich nicht die Art von Frau die er wirklich lieben würde, ja, ich bin nun auch nicht die Schönste, ich habe fast keine Brüste, meine Hüften sind schmal, mein Gang ist breit, mein Sexleben nicht umsonst miserabel.
Ich führte unbemerkt meine Hand zwischen meine Beine und befeuchtete den mittleren Finger. Ich war immer noch erregt, ich war immer noch fleischig, aber so ist das, kommt die Frau, muss auch der Mann kommen, und dann ist es vorbei. Der Orgasmus, die schönste Art zu sagen der Sex sei vorbei. Und so nahm ich meinen befeuchteten Finger wieder heraus, setzte ihn auf seinem Anus auf und steckte ihn hinein.
Dann kam er.

M

eine Kräfte hatten mich verlassen, ich war alles losgeworden. Aus ihrem linken Mundwinkel trat Sperma hervor, während sie ihre Kopfbewegung verlangsamte. Ich setzte mich sofort auf, ich konnte das nicht mitansehen, ich ekelte mich vor mir selbst.
Ich fragte sie nach Taschentüchern, wo sie welche liegen habe, doch sie lächelte abwesend, fast ein wenig verlegen, wies ab, und wischte sich mit dem Bett das Gesicht.

N

achdem er gekommen war, war er wie verwandelt. Erst schien es ihn ungemein zu kümmern, dass mein Mund wieder sauber werde und dann nahm er mich liebevoll in seine Arme, und ich merkte wie er versuchte den Finger den ich in ihn gesteckt hatte zu überprüfen, indem er –ich glaubte zu spinnen– meine Hände küsste. Und dabei die Finger sorgfältig musterte. Der Finger war sauber, glaube ich jedenfalls, ach, wie auch immer, aber ich konnte es mir nicht verkneifen ihn zu verstecken, als wäre eventueller Dreck daran Entblößung seiner Begierde. Mir war es recht, besser als umdrehen und pennen, obwohl, ich weiß nicht, ich wäre gerne ins Wohnzimmer gegangen und hätte den Fernseher eingeschaltet.

M