Sysadminday (achja)

.

Takt vierzehn

.

byebye Alietsche

.

soziokwisse

.

Arbeitsbeginn (die Zweite)

.

War on Terrorism (as viewed from the Bourne Shell)

Ich habe immer schon an die verborgenen, poetischen Fähigkeiten einer UNIX-Shell geglaubt.
War on terrorism as viewed from the BASH-Shell

[via sknecht]

Zelte

morgens

Sie sagt, ich möchte auch einmal sagen können, ich hab so eine angenehme Morgenlatte und mich dann umdrehen, diese an den Hintern des anderen drücken und genüsslich weiterschlafen.

Ahnengalerie – väterlicherseits (eine Chronik)

Wenn ich in mein Dolomitenkaff zurückkehre, dann trage ich dort nicht meinen richtigen Namen, sondern den langen Namen “Mek dr Bua vem Tunipeater”.
Man soll sich hier nicht von dem nach Adel riechenden “vem” ablenken lassen, obwohl es dort viele Burgen und edle Weintrinker gibt, denn übersetzt heisst mein Name bloss “Mek, der Sohn vom Tuni-Peter”. Peter ist natürlich der Name meines Vaters, und Tuni ist vom Tuniger Bauernhof abgeleitet, aus dessen Schoss mein Vater entstammt. Mein Grossvater hingegen, und das ist verwunderlich, zumal die maskuline Linie immer den Namen des Hofes tragen sollte, ist der Holzer-Blees. Der Blasius vom Holzerhof. Mein Opa war zwar nicht der älteste Sohn der Sippe, sondern der zweitälteste. Als jedoch sein älterer Bruder, der Sepp, als vierundzwanzigjähriger Bursche beim Holzfällen von einem Baum erschlagen wurde, kam mein Grossvater in den Rang des Nachfolgers vom Holzerhof. Er heiratete als dreiundzwanzigjähriger die Juliane vom Tunigerhof, die zu ihm auf den Holzerhof zog, wo sie ihm dann in den ersten paar Jahren drei Kinder gebar. Der Vater meines Grossvaters erkrankte schliesslich, erstellte ein Testament, in dem er “Unter den allerheiligsten Sakramente des Altars” meinem Grossvater den Hof vermachte. Mein Vater kennt den Text dieser Urkunde heute noch auswendig, weil diese Urkunde später so wertlos wurde wie ein Stück Papier mit dem man die Holzklötze im Ofen zum brennen bringt. Der jüngste Bruder meines Grossvaters, der einige Wiesen und Waldstücke erbte, heiratete eines der Schliffbacher Mädchen. Die Schliffbacher war eine der eher wohlhabenden Bauernfamilien, und er übernahm somit den Hof, den seine Frau nach dem Tode des alten Schliffbachers erben würde.
Die “Alte Schilffbacherin”, wie sie heute noch in meiner Sippe genannt wird, war ein böses Weib, das wurde ihr des öfteren nachgesagt, und wenn Boshaftigkeit und Einflussreichtum zueinander geraten, dann kommt meistens nichts gutes dabei heraus. Bei der Alten Schliffbacherin muss das wohl der Fall gewesen sein.
Der drittälteste Bruder meines Grossvaters war der Luttl. “Einer der nicht heiraten wird”. Nicht ein frommer Mann, der vielleicht für das Kloster in Frage käme, dafür war er zu einfältig, vor allem war er aber nicht sonderlich von unsittlichen Gedanken befreit. Ein schwuler also. Auch wenn man das nicht so sagte, und ich auch heute noch erschreckte Gesichter ernte, wenn ich dieses Wort so direkt auspreche, wenn ich nach der Ahnengeschichte frage. Der Luttl war halt so einer, der es zu nichts brachte. Natürlich bekam er auch einige zum Hof gehörende Wiesen, oder ein Waldstück hier und da,blieb jedoch auf dem Holzerhof, als Knecht meines Grossvaters, der der wahre Holzerbauer war. Den Holzer Luttl traf man aber öfter im Wirtshaus an, als auf den Feldern seines Kostgebers und war auch sonst kein allzu eifriger Geselle.
Im Hintergrund schmiedete die Alte Schliffbacherin jedoch schon dunkle Pläne. Man weiss bis heute nicht genau, inwiefern der jüngste Bruder meines Grossvaters, der nun Schliffbacher war, von diesen Plänen wusste und inwiefern er darin mitgewirkt hat, jedoch tauchte drei Jahre nach dem Tode des alten Holzerbauers ein neues Testament auf. In dem Testament wurde besagt, dass der gesamte Holzerhof, mit Ausnahme einiger Wiesen und Waldstücken, dem Luttl zustünde. Das Testament wurde zur Prüfung ins Gemeindehaus gebracht, dort als wahrhaftig erklärt, und der Besitz kurzerhand umverteilt. Inwiefern mein Grossvater sich dagegen gewehrt hatte weiss heute niemand genau zu sagen, es muss für ihn jedoch schon von vorneherein ein aussichtsloses Unternehmen gewesen sein, sich in die bürokratischen Gefilde des Vetternwirtschaftlichen Gemeindeshauses vorzudringen, da er erstmal, ganz anders als die Schliffbacherin, weit draussen und entfernt vom Dorf, seine Existenz betrieb und nicht über den Einfluss des alten bösen Weibes verfügte.
Er wurde jedoch auch nicht mehr als Knecht seines Bruders geduldet, sondern samt Frau und drei Kindern, kurzerhand vom Holzerhof vertrieben. So wurden sie von der Familie meiner Grossmutter aufgenommen, von den Tunigern. Die Tuniger waren eine grosse Sippe, zwölf Kinder und ziemlich ärmlich, obwohl deren Hof etwa 200 meter tiefer, unterhalb des Dorfes auf einem sonnigen und furchtbaren Fleckchen stand. Der Grund war halt zu klein und die Familie zu gross. Es gab bei den Tunigern ohnehin schon Verteilungsschwierigkeiten, und man ist schon froh darüber gewesen, dass die Juliane keine Ansprüche mehr am Besitz der Tuniger Ländereien erheben würde, da sie ja nun Holzer Bäuerin war, jetzt war sie aber zurückgekommen, samt mittellosen Mann und drei Kindern. Der Tunigerhof bestand jedoch aus zwei Gebäuden plus einem Stall, und so bekamen Blees und Juliane das zweite Geschoss des oberen Gebäudes zugewiesen. Auf Erbschaft musste Juliane verzichten, es wurde ihr aber Wohnrecht bis zum Ende ihres Lebens zugesagt.
Blees und Juliane schafften sich vier Kühe an, die sie, auf der einzigen Wiese die Blees geerbt hatte, die weit weg, oberhalb des Dorfes lag, grasen liessen. Weitere Kinder wurden geboren, und deshalb bekamen sie alle den “Tuni”-Zusatz in deren Namen. Das Geld reichte natürlich nirgendwo, von der Milch der vier Kühen konnte man keine achtköpfige Familie ernähren, und nach dem sechsten Kind hörten sie auch auf, weitere zu zeugen. Bis sechs Jahre später, der Pfarrer höchstpersönlich, beim Blees und der Juliane auf ein paar Scheiben Speck und einem Glas Wein einkehrte. Er tadelte ganz furchtbar, wie es doch sein könne, dass da keine Kinder mehr nachkämen. Er äusserte den Verdacht, dass sie sich lediglich der fleischlichen Lust hingäben, ohne an die Zeugung zu denken, ein Sündenfall also. Laut mundlichen Überlieferungen meiner Tanten, die die Gespräche durch die löchrigen Holzwände heimlich mithörten, weil sie aus der Stube geschickt wurden, versicherten der Bless und die Juliane, dass es bloss ein jämmerlicher Zufall sei, das Geld eben knapp und das Haus viel zu klein, man hätte andere Sorgen als sich der fleischlichen Lust hinzugeben. Ein Jahr darauf kam mein Vater zur Welt. Der Tuni-Peater.
Erst einige Jahre später endete die Misere meiner Familie, als nämlich die Gemeinde beschloss eine Schule zu bauen. Mein Grossvater beteiligte sich am Bau der Schule und blieb dann bis zur Pensionierung Angestellter in der Firma, die eigens für diesen Bau gegründet würde. Diese übernahm auch später alle möglichen Aufgaben, vom Strassenbau bis zum Bau des neuen Gemeindehauses und der Holzer Blees erhielt somit ein ordentliches Gehalt mit dem er endlich vom Tunigerhof wegziehen konnte, weil sie dort, da von den Geschwistern meiner Grossmutter unerwünscht, missgünstigen Streitereien ausgesetzt waren. Und alles nahm ein halbwegs gutes Ende.

Der Holzerhof wurde einige Jahre nachdem man Blees des Hofes verwiesen hatte, vom jüngsten Sohn der alten Schliffbacherin übernommen und der Luttl bekam Wohnrecht auf Lebzeiten. Auch einige Wiesen oder Waldstücke bekam er, die er verpachtete, damit er weiterhin ins Wirtshaus gehen konnte und seine Lebenstage nicht auf den Wiesen abschuften musste.

weite Kreise

Und dann trotz aller Euphorie, plötzlich erschrocken feststellen, dass mir die neue Anstellung, aufgrund der etwas exzentrischen Arbeitszeiten, es mir unmöglich macht, weiterhin in meinem Chor zu singen.
(Gekündigt ist schon, neuer Vertrag schon unterschrieben, altes abgetrennt, am neuen Ende wieder angeknotet, Schlussfolgerungen ziehen, ziehen weite Kreise.)
(und den langersehnten Tangokurs kann ich mir jetzt auch auf die Stirn kleben, und lange raten wer ich bin)

Und dann immer dieses verfluchte Wikipedia, das mir dauernd meine Abende raubt, beim Suchen nach Wörtern, noch einen Link daraus öffne, in neuem Tab natürlich, und noch einen Link, und noch einen, die Tabs dann noch viel mehr der interessanten Links enthalten, und neuen Tab und neuen Tab, bis die Tableiste soviel W‘s enthält, so W wie wuselig, dass sie den Bildschirm zu sprengen scheint.

Pralinen

Wenn ihr eurem persönlichen Computerfritzen, oder den blassen, käsigen Typen von der IT-Abteilung bei euch auf der Arbeit einmal eine richtige Freude machen wollt, dann vergesst dieses Jahr mal den 29.7. nicht. Der internationale Sysadminday. Es mag alles nicht so wichtig sein wie ein Muttertag, oder meinetwegen auch ein Vatertag, aber lasst die nerdigen Kauze einfach mal wissen, dass ihr es sehr zu schätzen wisst, welch eine ungeheuerliche Arbeit die in deren stillen und verrauchten Kämmerlein für euch, tagein tagaus verrichten, damit ihr unbekümmert eure Mails lesen könnt als wären die immer schon da gewesen, oder eure Dokumente abspeichert, als wäre das Laufwerk Y: oder eure Homedirectory etwas, das einfach da ist, wie der Tisch da drüben auf dem die Vase steht.
Eure Fritzen leisten wahre Meisterwerke für die ihr das ganze Jahr lang kein Auge habt, da ihr es nicht versteht, oder nicht verstehen wollt, und auch nicht die Wichtigkeit darin seht. Was ist schon, wenn der doofe Laptop schon wieder spinnt, dann muss halt der Fritze her, der soll sich den Scheiss mal angucken, dass ihr seine Arbeit als Scheiss bezeichnet, ist nun mal so, und steht nicht weiter zur Debatte, sie akzeptieren euren Frust. Sie sind alle bescheiden, verbringen still ihre Wunder, während ihr da draussen auf deren Arbeit eure grossen Reden schwingt.
Ihr müsst es ja nicht gleich übertreiben und eine köstliche Speise kochen, wie es man es bei mir zuhause zu tun pflegt, es reicht schon eine Schachtel Süssigkeiten, gepaart mit einem Kuss auf der Wange, oder selbst ein Strauss Blumen, auch wenn man letzteres vielleicht gar nicht denken würde, beim Sysadminday zählt jede Kleinigkeit, da dieser Tag jedes Jahr aufs neue vergessen wird, und ihr werdet sehr verdutzte Blicke ernten, weil es schon so weit ist, dass die Computerfritzen den Tag nur mehr untereinander feiern.
Und verbreitet das Wort.

pulswärmer

Da kommt man plötzlich auf die Blogroll einer Dame aus Berlin, liest sich erstmal ein bisschen durch und es klingt alles ganz nett, was sie da so von sich gibt, vor allem die Trilogie über Rachegelüste, eine bitterböse Kindergeschichte, doch dann sieht man sichselbst plötzlich auf einer getrennten Blogrollliste stehen. Getrennt mit der Überschrift “Pulswärmer”. Getrennt von den Dinosauriern wie Don, Anke, Spreeblick, Franziska, das Nuf und Herrn Nase. Es beruhigt, dass die sehr geschätzte Frau Modeste auch in meine Kategorie der Pulswärmer klassifiziert wurde, daher muss das eigentlich ein gutes Zeichen sein, aber, was wiegt schon unser bescheidenes Gewicht gegen das der anderen genannten Grössen?
Vor allem, weil diese Dinosaurier unter dem Titel “Guten Tag, Du” geführt werden, eine frische Begrüssung, ein Willkommensgruss, der morgens neue Frische ins Haus bringen soll, während Frau Modeste und ich lediglich Pulswärmer sind, wie ein schlappes Gelächter, das halt mal amüsant ist, das man sich hin und wieder mal reinzieht, wenn es draussen regnet und die anderen Guten-Tag-Du’s nicht genug Freude verbreiten.
In meinen kühnsten Augenblicken habe ich mir ausgedacht, dass Pulswärmer vielleicht ein besonderes Gütesiegel sei, schliesslich hat das ja was mit Herz und Freude zu tun. Der Puls schlägt schneller wenn man verliebt ist, wenn man ganz besonders erheitert ist, oder gar bei sexueller Erregung. Dafür spräche auch, dass wir “Pulswärmer” lediglich zu fünft sind. Ein auserwählter kleiner Zirkel, die seligmachende Elite sozusagen, während die Gutentagdus die graue Alltagsmasse sind, wie eine Zeitung eben, die man sich reinziehen muss um dauernd auf dem Laufenden zu sein. Mag sein. Dieser Gedanke besorgte mir so manche ruhige Minute, vor allem beim Einschlafen tat das Wohl.
Aber am nächsten Tag zweifelt man diese ganze Theorie wieder an. Vor allem beim Anblick der grossen Namen, mag man nicht ganz an jenen glücklichmachenden Gedanken glauben.
Dann fängt man an, das ganze rechnerisch zu lösen, aha, vielleicht steht das Gutentagdu lediglich dafür, dass die Weblogs täglich aktualisiert werden, wie Tageslektüre eben, während Frau Modeste und ich die mehrtägigen Schmankerln darstellen. Das träfe auf einige der Weblogs zu, aber Nein, der Don schreibt ja nur zwei oder dreimal pro Woche, die Theorie hinkt.
Es blieb nichts anderes übrig als die wesentlich gebildetere Dame des Hauses zu Rate zu ziehen, die sah das Pulswärmen erst auch einmal als Kompliment an, zog jedoch beim Anblick der Dinosaurier weiter oben, diese Aussage wieder zurück. Pulswärmer, meinte ich, sind doch die Dinger an den Pulsen, die die Tennisspielerinnen auch immer tragen, aber wir waren uns schnell einig, dass die anders hiessen, irgendwas mit Bänder, Pulsbänder oderso. Eigentlich ein tröstlicher Gedanke, schliesslich tragen Tennisspielerinnen die Dinger um irgendwas mit Schweiss zu machen, auffangen oderso, aufsaugen, aber dennoch möchte ich ungerne zur Schweissabsaugerei degradiert werden, auch nicht wenn es dem sexuellen Zwecke dient. Obwohl ich sonst gerne weiterhelfe wo ich kann. Ich helfe gerne beim Halten der Geräte und Spielzeuge, ich gucke auch weg, wenn es sein muss, wenn es wirklich sein muss, aber bloss für den Schweiss, nee, das ist Drecksarbeit, das muss nicht sein.
Ein bisschen gurgeln half schonmal bei der Terminologie von Pulswärmern: Pulswärmer sind also wollige Stulpen die Soldaten vor dem bitteren Erfrierungstod schützen sollten. Ein wahrlich schöner Gedanke. Also wären wir wieder zurück beim Wärmen des Herzens. Oder beim Tod, da draussen, im russischen Winter.

ein guter Anfang

Gerade bin ich im Traum unglaublich witzig gewesen und musste dabei so laut lachen, dass ich davon aufgewacht bin, und selbst noch im Wachzustand weiterlachen musste.
Vielleicht wird ja noch was aus diesem Tag.

verirrte Gedanken zur Lage der Nation

.

ein Dank

.

du Penner du

.

stöhn

Nicht mal bloggen macht Spass, bei dieser Hitze. Uffa.

technikerhoffung

Ich frage mich ob meine Mailbox irgendwann Abschürfungen oder blaue Flecken bekommt, wenn ich weiterhin die ganze Zeit auf reload klicke, in der Hoffnung es findet sich die Email darin vor, in der steht, Herr Mek, wir möchten Sie gerne einstellen.
Vor allem Sorge ich mich, weil gerade erst Montagmittag ist, und ich im Laufe dieser ganzen Woche die Antwort bekommen sollte.

Weil ich ja als UNIX-techniker angestellt werde, müsste ich eigentlich wissen, dass ich selbst im Sekundentakt, bis Freitagabend, auf Reload klicken kann, ohne die Mailbox gegen mich aufzubringen, aber ich möchte mein kleines bisschen Glück, das mir derzeit nicht sonderlich wohlgesinnt ist, nicht überstrapazieren, sodass ich mich gerne auch mal um die Gefühle meines Mailservers sorge. Vielleicht werde ich ja belohnt.

londonbeben

Leider war es eine Frage der Zeit: Londonleben berichtet.