[So, 11.1.2026 – Home improvement, Wolf Haas, Schlechte Userexperience auf Zugfahrten]

Meine Frau hat große Pläne für die Verschönerung unserer Wohnung. Ihre Pläne erfordern jedoch immer meine tatkräftige Unterstützung. Alles, was Kraft und Maschinen verlangt, wird direkt in meine Aufgabenliste geschrieben. Ich fühle mich sehr geehrt davon, wenn ich sehe, was sie mir alles zutraut. Ich strenge mich natürlich an, die handwerkliche Erwartung an mich zu erfüllen. Vielleicht macht sie das aber auch mit Absicht. Ich habe sie nach 17 Jahren noch nicht ganz durchschaut.

Aber ihre Ideen sind gut. Ich werde jetzt eine Schiebetür in der Küche bauen, damit wir diesen seltsam ungenutzten Raum dahinter besser nutzen, bzw. ein Aufbewahrungssystem hinstellen können, wodurch das sogenannte Kühlklo leerer wird, das jetzt mit sehr vielen Küchenutensilien, Werkzeug und Bettwäsche vollgestellt ist. Das Kühlklo ist ein völlig überflüssiger Raum, es ist eher eine Art Waschküche, aber ohne Waschmaschine. Es ist ein eigener WC-Raum mit Waschbecken. Der Raum hat ein Fenster und ich finde ein Klo mit Fenster totale Raumverschwendung. Ich möchte das Waschbecken entfernen und die Toilettenschüssel ins Badezimmer umziehen, denn dieser Raum eignet sich perfekt als kleines Gäste- bzw. Penséezimmer.

Auf dem Rückweg nach Hamburg nahm ich wieder den Flixtrain. Die Fahrt sollte um 18Uhr beginnen. Zuerst war der Zug nur 45 Minuten verspätet, dann 60, dann 75, dann 139 Minuten. Ich kenne jetzt das gesamte Sortiment von Relay auswendig. Wolf Haas hat ein neues Buch geschrieben. Das scheint mir irgendwie entgangen zu sein. Ich finde es ja gut, dass er sich jenseits der Brenner-Romane ein Renommee aufgebaut hat und als ernsthafter Autor gilt, dessen Bücher sogar bei Relay am Hauptbahnhof verkauft werden. Ich fand die Brenner-Romane ausgesprochen gut, das war wirklich eine neue Erzählstimme da draußen, nach dem vierten Teil, fand ich es aber auch langsam auserzählt. Seine anderen Bücher habe ich hingegen nie gelesen. Ich fand bereits die Titel ein wenig prätentiös, und was ich aus den Inhaltsangaben und den späteren Buchbesprechungen entnahm, interessierte mich zu wenig. Allerdings freut es mich, dass komplexere Schriften auf Bahnhöfen ausliegen.

Nach 139 Minuten fuhr der Zug jedenfalls im Berliner Hauptbahnhof ein, und wir konnten endlich losfahren. Irgendwann, irgendwo in einer finsteren Gegend zwischen Berlin und Hamburg, blieben wir allerdings wieder stehen und es kam die Ansage durch, dass eine Weiche gefroren sei und sich die Weiterfahrt auf unbestimmte Zeit verzögern würde. Unbestimmte Zeit ist nie ein gutes Zeichen. Ich hatte mir die Serie Pluribus auf das Telefon heruntergeladen. Weil mein Buch – ein isländischer Thriller – mich überhaupt nicht thrillt, hatte ich immerhin eine hervorragend besprochene Serie zu schauen. Ich finde sie bisher mittelmäßig. Mich nervt vor allem die schlechte Laune der Hauptdarstellerin. Aber diese globale Persönlichkeit finde ich als Denkansatz interessant. Bisher komme ich nicht darumhin, sie als Metapher zu LLMs bei Künstlicher Intelligenz zu sehen. Ich hoffe, es steckt jedoch mehr dahinter.

Wegen der Weiche hingen wir kurz vor Salzwedel fest. Nach 45 Minuten konnten wir weiterfahren. In Uelzen standen wir aber wieder außerplanmäßig. Fast eine ganze Stunde lang. Wegen eines Polizeieinsatzes, bei dem der Zug überprüft werden musste, aufgrund eines Unfalls, der auf der Strecke offenbar geschehen war. Die ganze Zeit war ich positiv überrascht davon, wie gechillt die Leute die ganze Zeit geblieben waren. Wir näherten uns aber Mitternacht und Hamburg war immer noch weit entfernt. Die Bahnen würden dann nicht mehr fahren. Die Passagiere waren hauptsächlich junge Leute, viele im Schüleralter. Es begann eine Unruhe.

Um 00:45 Uhr kamen wir schließlich in Hamburg Hbf an. Ich hatte schon im Oktober eine schlechte User Experience mit dem Zug. Es wäre cool, wenn mein Glückskonto jetzt voll gefüllt ist.

[Sa, 10.1.2026 – Eis, Greenland]

Die Hündin ist bei diesem Wetter unglaublich gut gelaunt. Sie rennt aus dem Haus und macht kleine Luftsprünge, während sie sonst nur neben mir hertrappte. Ich lasse mich von der guten Laune mitreißen. Morgens hatte es sieben Minusgrade, aber die Wintersonne wärmte uns. Ich traf ein paar Freunde im Park. Wir standen aufgereiht und drehten den Rücken der Sonne entgegen. Das war schön.

Abends war ich auch auf der Weihnachtsfeier meines Fanclubs. Eines unserer Mitglieder ist Köchin im „The Grand“ in der Hirtenstraße. Dort durften wir den Speisesaal und die Bar benutzen. Die Heizung war offenbar nicht in der Lage, die großen Räume in dem alten Gemäuer rechtzeitig zu erwärmen. Draußen wehte der Wintersturm bei Minus irgendwas. Im Laufe des Abends sorgten wir Partymäuschens mit unserer Körperwärme immerhin für etwas Temperatur. Meine Hände wurden aber den ganzen Abend nicht richtig warm.

Ich habe nie kalte Hände. Und nie kalte Füße. Es ist eine ganz neue Erfahrung für mich. Dabei kommt mir vor, dass ich diesen Satz in ähnlicher Form schon einmal geschrieben habe. Die Erfahrung fühlt sich aber immer wie neu an. Nach der Party stand ich am Alex im eisigen Wind und wartete auf das Taxi. Der kalte Wind wehte durch mich hindurch und ich war richtig ausgekühlt. Das Taxi auf der App näherte sich fünf Minuten lang nicht. Daher rief ich den Fahrer an. Er sagte mir, er würde jeden Moment starten, er müsse nur noch den Döner zu Ende essen. Er bekam dann kein Trinkgeld. Mein passiv-aggressiver Protest.

Heute Abend gingen wir zu den Nachbarn Pizza essen. Ich kaufte noch schnell ein paar Biere, dabei fiel mir der Beutel entgegen, den wir im Oktober in Grönland kauften.
Zeitgemäß stand I now with Greenland. Aber bei Edeka wusste natürlich niemand, was das für eine Flagge ist:

[Do, 8.1.2026 – Flixtrain, Postapokalypse]

Wegen des aufkommenden Wintersturms verzichtete ich schließlich auf die Autofahrt nach Berlin, dafür nahm ich heute den Zug. Zu dieser Uhrzeit fuhr ein Flixtrain. Bin ich noch nie mit gefahren. Da ein Ticket von Flixtrain weniger als die Hälfte des Preises bei der DB kostete und es ausgezeichnet in meine Lebensplanung passte, kaufte ich mir schließlich eine Karte bei dieser kleinen Bahnkonkurrentin.

Nun kenne ich mich bei der Budgetstruktur der Deutschen Bahn nicht aus und weiß auch nichts darüber, wie sich Flixtrain finanziert. Dennoch bin ich ziemlich erstaunt über den Preisunterschied.
Was mir gefällt, ist die pragmatische Einrichtung. Ohne den seltsam unluxuriösen Luxus der ICEs. Das mochte ich auch immer an den schnellen TGVs in Frankreich. Sie haben nichts Luxuriöses an sich. Sie waren einfach nur schnell und sexy. Von A nach B. Ein bisschen wie UNIQLO. Smarte Stangenware, unprätentiös und trotzdem supergut.

Der Flixtrain war von der Bauart her eine Art IC. Aber ohne die schlechte Laune. Das Personal wirkte fröhlich, das ging sofort in mir über. Die Wahrnehmung ist natürlich vollkommen subjektiv und sehr situativ. Neuerdings habe ich die Bahn auch nicht mehr so muffelig wahrgenommen und die TGVs sind heute auch schon wieder anders. Ich fuhr vor 25 Jahren regelmäßig mit dem TGV nach Paris und weiter nach Madrid.

Spannend fände ich es, wenn Flixtrain Hochgeschwindigkeitszüge anschafft. Wie sich das preislich auswirken würde. Der Tenor ist ja, dass Flixtrain so günstig ist, weil sie langsame Verbindungen anbieten, aber das lasse ich nicht gelten. Der Zug ist gleich schnell wie ein IC der DB. Und nein, Research und Entwicklung, sowie Infrastruktur kann man da nicht einrechnen, weil Flixtrain die ja dann über die Miete wieder ausrechnet. Es ist naheliegend, dass die hohen Kosten an den Konzernstrukturen der Bahn liegen. Aber das sagt sich halt so dahin.

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Der Sturm zieht irgendwie nicht richtig an. In Berlin fällt kein Schnee, es ist auch nicht besonders kalt. Auch die Wettersituation in Hamburg scheint den Umständen entsprechend entspannt. Nach der ganzen Aufregung, die ich in den letzten beiden Tagen verspürte, fühlt sich die ausgebliebene Apokalypse noch nicht einmal postapokalyptisch an.

[Mi, 7.1.2026 – Schneesturm kommt auf, bei Kutteln und Wildschwein]

Morgen Abend zieht ein Wintersturm auf, der bis Sonntag anhalten soll. Ich überlege deswegen schon morgen am frühen Abend zurück nach Berlin zu fahren. Sonst hänge ich eventuell das ganze Wochenende in Hamburg fest. Zugegebenermaßen mag ich ja diese Wetterlagen. In den Dolomiten dauerte der Winter fast 6 Monate lang. Wenn Filme mit Schneestürmen beginnen. Autoszenen. Draußen dichte Schneeflocken und Finsternis, die Scheibenwischer wischen gegen die widrigen Umstände an. Ich mochte auch die Szene in Misery, als der Schriftsteller im Schneesturm durch Maine fährt. Das sind Bilder, die meine Kindheit prägten. Was mit dem Schriftsteller danach geschah, mochte ich weniger. Wobei: Er bekam gutes Essen ans Bett gebracht.

Heute war ich mit Lars im Vienna in der Fettstraße verabredet. Wir lernten uns vor etwa zwanzig Jahren im Vienna in der Fettstraße kennen. Er war auf mein Blog gestoßen und las es einmal von vorn bis hinten durch. Danach wollte er mit mir essen gehen. Wir hatten damals einen unterhaltsamen Abend mit Speis und Trank. Deswegen wiederholten wir das noch mindestens zwei Mal. Danach trafen wir uns sporadisch, auf Lesungen, aber auch in Berlin, nachdem ich aus Hamburg wegzog. Jetzt, wo ich unter der Woche immer in Hamburg bin, schlug ich ihm vor, erneut ins Vienna in der Fettstraße zu gehen. Vienna und Fettstraße. Ich weiß nicht, warum ich dem Restaurantnamen immer Fettstraße hinzufüge. Vienna alleine klingt so banal. Die Adresse Fettstraße adelt das Ganze irgendwie. Ich möchte aber nicht eine Adresse in meiner Visitenkarte führen, die auf Fettstraße verweist.

Er aß Kutteln, ich aß ein Wildschweingeschnetzeltes. Am Nachbartisch saßen zwei schwäbische Künstlerinnen, die eine hieß Stefanie Betz und die andere Laura Siebeck. Die eine macht wilde, expressionistische Kunst, die andere eher strenge, geometrische Formen. Beide malen sie und sie stellen gemeinsam aus. Bekannte fanden die Kombination ungewöhnlich und widersprüchlich. Als sie zusammen ausstellten, stellte sich jedoch heraus, dass die beiden, offensichtlich widersprüchlichen Stile, hervorragend zueinanderpassen. Wir hatten einen sehr lustigen Abend. Zuerst nur Lars und ich, danach mit den beiden lustigen und klugen Frauen. Wir redeten über Dialekte, Herkunft, und über das Leben in Dörfern. Wir wohnen jetzt alle in großen Städten. Ich geriet in die Situation, dass ich die Spuk-Elemente aus meiner Novelle erklären musste, das konnte ich aber nicht gut, das sind ja eher die Begleitumstände der Geschichte, das lässt sich nicht erklären. Auch der alte Mann vor zwei Wochen im Krankenhaus, auch der wollte über die Geister aus dem Buch sprechen. Die Geister sind ja nur da, weil man sie nicht hinterfragt. Ich muss mir da einen besseren Pitch ausdenken, ich kann mich nicht wiederholt in langweiligen Erklärungen verlieren.

Schwäbische Künstlerinnen. Das klingt wie eine Typisierung. Das ist ungewollt und unangemessen. Laura wohnt seit Jahrzehnten in Hamburg. Stefanie zwar nicht, aber beide leben von ihrer Kunst. Das muss zuerst mal jemand nachmachen.

[Mo, 5.1.2026 – Schicksalsgemeinschaft in Schnee und Eis]

Diese Wehleidigkeit, mit der ich auf die derzeitige Weltlage blicke. Ich hasse sie.

Ich spreche die Blogbeiträge jetzt auch wieder ein. Das ließ ich nur während der beiden Wochen ausfallen, in denen ich nicht zu Hause war. Da stimmen die Umstände fürs Einsprechen nämlich nicht.

Weil ich heute bei dem Schnee keine Lust hatte, den langen und beschwerlichen Fußweg durch Schnee und Eis ins Fitnessstudio zu latschen, nahm ich das Auto. Die Schneeberge beginnen sich bereits an den Straßenrändern anzuhäufen und hier in den Außenbezirken der Stadt, wird für Fußgängerinnen nicht geräumt. Nun hatte ich gerade heute bei diesem Eiswetter die geniale Idee, nicht nur das Auto zu nehmen, sondern meine etwas unerwartete Mobilität gleich zu nutzen und ein anderes Studio von Fittix aufzusuchen, nämlich das im entfernteren Rahlstedt. Die Fahrt sollte eigentlich nur 30 Minuten dauern. Genauso lange wie der Fußweg ins Studio in meinem Viertel. Aufgrund der Wetterverhältnisse wurden aus der halben Stunde allerdings 44 Minuten.

Während meines Aufenthaltes zwischen den Muskelgeräten schneite es heftig und die Temperatur war auf minus 1 gesunken. Jetzt waren die Straßen gefroren. Beim Starten scherte ich ordentlich aus.

Wie wir alle mit 20 km/h durch die Stadt schlichen. Alle hintereinander. Keine hektischen Bewegungen. In den Kurven den Atem anhalten. Nicht bremsen, nicht stoppen, nicht ausscheren, wie Schildkröten, die den Hintern des Vorderen fixieren. Wir waren eine Schicksalsgemeinschaft in dieser feindlichen Welt aus Eis.

[So, 4.1.2026 – Fischland, Powerbanks, Völkerrecht, Wintersonne, auf Reisen]

Was ich jetzt weiß: Das, was wir Berlinerinnen landläufig als die Halbinsel Darß bezeichnen, sind in Wahrheit drei ehemalige Inseln, wovon nur eine Darß hieß. Die anderen beiden waren Zingst und Fischland. Fischland und Darß wurden schon im 14. Jahrhundert zu einer Halbinsel aufgeschüttet. Sechshundert Jahre später erst verband man Zingst. Warum wir ignoranten Städter die Gegend immer Darß nennen, weiß ich nicht. Wenn schon einen einzigen Namen, dann doch lieber Fischland. Ich würde gerne Fischland in meiner Adresse tragen. Apropos Fischland: Am 20. dieses Monates werde ich eingebürgert. Ich werde eine Urkunde erhalten und stolzer Bürger dieses Landes sein. Deutschland. Als ich vor ein paar Tagen aber das Schild „Fischland“ am Ortsausgang von Ahrenshoop sah, dachte ich: Wie schön wäre es, Staatsbürger eines Landes mit dem Namen Fischland zu sein. Alle würden uns lieben.

Währenddessen verüben linksradikale Spinner einen Anschlag auf das Stromnetz in Südwestberlin und erwarten ernsthaft Verständnis von der Bevölkerung. Mein Freund Benny ist ohne Strom. Er heizt und kocht allerdings mit Gas, also ist die Lage für ihn und seine Familie nur halb so schlimm. Ich suche sofort meine drei Powerbanks und lade sie auf. Sie waren natürlich fast leer. Powerbanks sind ja immer fast leer. Jetzt sind sie aufgeladen und ich komme mir ein wenig albern vor.

Im Südwesten scheinen die Menschen größtenteils gut gelaunt und gut versorgt. Es gibt doch noch eine Art soziales Unterstützungsnetzwerk. Ich finde es dennoch erstaunlich wie wenig öffentliches Entsetzen es darüber gibt, dass einfach mehrere Stadtteile einer westeuropäischen Industrienation lahmgelegt werden können. Zumal der Ausfall möglicherweise erst am Donnerstag gelöst wird.

Auf der anderen Seite des Atlantiks greifen rechtsradikale Spinner einen souveränen Staat an und verhaften dessen Präsidenten. Es wird spannend, wie man jetzt in den Friedensgesprächen mit Russland mit dem Völkerrecht argumentieren will. Mit der Betonung auf „will“. Wollen tut man ja ohnehin nicht. Nur wir Europäer reden noch vom Völkerrecht. Manchmal kommt es mir vor, wir glauben immer noch an den Weihnachtsmann.

It’s a mess.

Heute Morgen war draußen unfassbar schönes Licht. Meine Hündin streunte über die schneebedeckte Wiese. Die Wintersonne hing zögerlich am Himmel. Ein bisschen Wärme kam zu uns herüber.

Weil das Jahr vorbei ist, habe ich auch gleich das Jahr 2025 als Blogbuch aufgearbeitet und zum Drucken in Auftrag gegeben. Das Blogbuch des Jahres 2025 wird 857 Seiten haben. Das sind 100 mehr als das Jahr davor. Es liegt möglicherweise an den Bildern. Ich habe in diesem Jahr zu jedem Blogeintrag ein Foto hinzugefügt. Von der Textmenge müsste es ungefähr gleich viel gewesen sein. Etwas weniger vielleicht, da ich neuerdings auch mal den einen oder anderen Tag ausfallen lasse.

Am Abend fuhr ich wieder nach Hamburg. Nach zwei Wochen des Unterwegsseins, wäre ich noch gerne ein paar Tage in Berlin geblieben. Nächstes Jahr fahre ich über Weihnachten nicht weg. Nur zu Silvester werden wir wieder die Stadt verlassen, aber Weihnachten in Südtirol finde ich etwas stressig. Ich fahre da erst seit fünf oder sechs Jahren wieder hin. Ich glaube, ich mache das wegen meiner beiden Neffen und meiner Nichte. Aber das sind jetzt große Teenies. Weihnachten bekommt in dem Alter ohnehin eine andere Bedeutung. Davor war ich sicherlich zwanzig oder mehr Jahre nicht zu Weihnachten da. Weihnachten in der Heimat hat mich immer deprimiert. Dafür habe ich eine richtige Weihnachtsliebe in der sogenannten Fremde entwickelt. Alleine zu Hause, oder mit wenigen anderen in einer Bar. Das sind immer die schönsten Weihnachten gewesen. Mittlerweile auch mit meiner Frau.

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[Fr. 2.1.2026 – Winterhimmel, Dünen, Sauna, Fernsehkultur, Home]

Die eine Nacht hier war dunkel und sehr klar. Ich betrat um etwa 3 Uhr das Badezimmer und stand unter dem Dachfenster in der Dachschräge. Jupiter leuchtete da am Himmel, so hell, wie er in Berlin nie zu sehen ist, darunter Sirius und daneben der Orion mit Rigel und dem immer leicht rötlichen Beteigeuze. Der Himmel war geöffnet, dahinter der milchige Schleier unserer Galaxie. Auch Castor und Pollux waren da. Und Capella müsste der andere Stern gewesen sein. Das ganze Wintersechseck über mir. Wie ich da mitten in der Nacht unter diesem klaren Himmel stand. Sie hätten mich holen können und ich hätte keinen Widerstand geleistet.

In den anderen Nächten heulte der Sturm. Auch tagsüber. Die Nachbarin und ich versuchten einen längeren Morgenspaziergang mit den Hunden. Der Sturm blies mir Wasser und Sand ins Gesicht. Nach 15 Minuten kehrte ich um. Sie lief aber noch weiter. Die Hunde nahm ich aber mit.

Vorgestern gingen wir zu Fuß durch Dünen und Wald nach Ahrenshoop. Das sind anderthalb Stunden pro Richtung, in denen man durch eine erstaunlich abwechslungsreiche Landschaft läuft. Die Travelling Lady hat einen unfassbar geraden Rücken. So etwas möchte ich auch. Immer, wenn ich hinter ihr lief, fiel mir meine schlechte Haltung auf, und sofort drückte ich meine Schultern nach hinten und streckte meine Brust nach vorn raus, so wie sie das macht. Es half immer nur kurz. Wenn ich die Travelling Lady nicht mehr sah, vergaß sich meine schlechte Haltung wieder und mein Körper kehrte zu seiner Ausgangsposition zurück.

Gestern Nachmittag gönnten wir uns den Spa-Bereich des naheliegenden Dorint-Hotels. Zuerst ging ich nur schwimmen, nachdem ich aber ohnehin fast unbekleidet war, war es mir auch egal, mit baumelndem Gemächt in den Nacktbereich zu gehen und zu saunieren. Es war fast niemand da. Danach fühlte ich mich wie ein Lämmchen. Rein und reingewaschen, erholt und klar in meinen Gedanken. Ich saß auf dem Sofa und fühlte mich erleuchtet. Bis ich mir ein Bier öffnete. Nach dem Bier wurde das Lämmchen, als das ich mich fühlte, gegrillt. Und ich schlief ein.

Am Abend versuchten wir zu grillen. Würste, Rind und auch Lamm. Die Metapher mit dem Lamm ist nur zufällig und deswegen keine Metapher. Die Travelling Lady hat die Ausstattung und die Kompetenz für das Grillhandwerk. Es war aber so stürmisch draußen, dass die Kohle nur einseitig und stellenweise Feuer fing. Also verlegten wir das Ganze in die Küche, wo sie das Fleisch in einer Pfanne zubereitete. War trotzdem super gut.

Hatte ich schon von Silvester berichtet? Wir aßen Raclette und unterhielten uns. Auch schauten wir aus Interesse Youtube-Videos von den Feiern in anderen Ländern. Australien und Dubai. Zwar bewundere ich ungerne diese seltsame Künstlichkeit Dubais, aber ich empfand es dennoch als bemerkenswert, dass die Show dort gänzlich ohne Feuerwerk auskommt. Es ist eine Lasershow, völlig friedlich, ein bisschen kitschig, es beeindruckte mich aber, wie der uns bekannte Effekt des Jahresausklanges auch schlichtweg mit einer Lichtshow funktioniert. Diese einfache Erkenntnis gefiel mir als Böllerhasser. Der Rest war aber – nunja.

Wir schauten auch Dinner for One. Es ist das zweite Mal in meinem Leben, dass ich den Sketch sehe. Das erste Mal war vor etwa 20 Jahren, als ich nach Deutschland kam und von dieser Nationaltradition hörte. Meine damalige Freundin zeigte mir den Clip auf Youtube, aber ich konnte zugegebenermaßen wenig damit anfangen. Zwar verstand ich den Gedanken hinter dem Clip und fand die Idee mit dem vorgegaukelten Kammerspiel und der zunehmenden Trunkenheit ganz nett, aber erst diesmal konnte ich mich für die Theatralik bzw. die Choreografie und den erstaunlichen Minimalismus begeistern.
In der Empfehlungsliste tauchten auch weitere Versionen des Sketches auf, z. B. eine für das Schweizer Fernsehen gedrehte Version, auch eine in Schweizer und in Kölscher Mundart. Und viele Parodien. Ich wollte die sofort alle schauen. Alle. Der Neugierde wegen. Es ist sicherlich interessant zu sehen, wie andere Kulturkreise, Menschen und Epochen, den Stoff umsetzen. Sicherlich auch etwas entlarvend, nicht immer gut, aber auf alle Fälle interessant. Jedoch bin ich der Einzige in der Runde, der sich dafür begeistern kann.

Zu allem Überfluss wurde in diesem Monat ein sechsteiliges Prequel zu „Dinner for one“ gedreht. Mit Moritz Bleibtreu, Frederic Lau. Uff. Jetzt weiß ich nicht. Die Kritiken sind allerdings nicht so schlecht, wie ich dachte.

Meine Frau und ich fuhren heute wieder zurück nach Berlin. Da ich am Sonntag wieder nach Hamburg muss, möchte ich ein bisschen Zeit in meinem Home verbringen. In meinem Bett schlafen, morgens die übliche Runde mit der Hündin drehen, mit meiner Frau einen Film oder eine Serie schauen, ein bisschen hängen, in der Küche mit Musik, etwas kochen.

Mal sehen, wie 2026 wird.

[Di, 30.12.2025 – Wustrow, nackte Menschen]

Mit der Freundin von der Hundewiese im Parkhaus gewesen. Wir planten, eine Runde mit den Hunden im Park zu drehen, zuerst wollte sie aber ihr neues E-Auto über Silvester in eine Tiefgarage bringen. Sie wird für ein paar Tage verreisen, und da sie bisher noch nie ein Auto besaß, ist sie etwas unentspannt, den Wagen den Böllern und Raketen ausgesetzt zu lassen. Ich kenne das. Ihr Auto ist kein teures E-Mobil, es ist ein supergünstiger Dacia, sie dachte, wenn sie jetzt als 50‑Jährige schon mal ein Auto kauft, dann soll es bitteschön kein Verbrenner mehr sein, sondern ein elektrisches Gefährt. Da nicht nur das Auto neu ist, sondern auch ihr Führerschein, fuhr sie bisher noch nie ohne Begleitung und sie traute es sich erst recht nicht zu, die ganze Logistik in einer Tiefgarage zu bewältigen.

Also begleitete ich sie.

Sie trägt den Nachnamen Winterberg. Der Name ist so schön, dass ich sie am liebsten heiraten möchte. Aber das ist aufwendig. Zuerst müsste ich mich von meiner Frau scheiden lassen (teuer) und dann wieder heiraten (teuer und viel Planung), zudem fände das mein Vater nicht besonders gut, da ich sein einziger männlicher Nachkomme bin und er es schon nicht so gut fand, dass meine Frau ihren eigenen Familiennamen behielt (er wusste gar nicht, dass das geht).

Außerdem hat vermutlich meine Frau etwas dagegen, wenn ich eine andere Frau heirate.

Am Nachmittag fuhren meine Frau und ich auf den Darß nach Wustrow. Wir haben uns mit den Nachbarn und der Travelling Lady in ein Häuschen an der Ostsee eingemietet. Die 150 Kilometer zwischen Berlin und dem Abschlag nach Rostock waren eigentlich durchgehend Stau. Doch wir kamen rechtzeitig zu einem verspäteten Drink o’Clock in Wustrow an.

Es wehte ein Sturm. Ich liebe ja Wetter. Dafür habe ich mir extra die Nina-Warn-App installiert. Die informiert auch bei sogenanntem markanten Wetter. Die Wellen waren hoch. Südlich des Piers wurde der Strand überspült. Nördlich des Piers liegen große Felsen als Wellenbrecher im Wasser. Dort war der Strand noch intakt. Meine Hündin war vom wilden Wetter ganz aufgeregt. Beim Morgenspaziergang jagte sie nur dem Schaum hinterher. Beim Spaziergang am Nachmittag drehte sie ziemlich durch und wirkte geistig verwildert. Sie entfernte sich ungewohnt weit, und weil ich sie verbal nicht mehr gut im Griff hatte, nahm ich sie an die Leine. Da beruhigte sie sich wieder. So kannte ich sie noch gar nicht.

Wir spazierten eine ganze Weile über den Deich nach Süden, bogen dann einwärts in Richtung alten Dorfkern und gingen dann zum Dorint Hotel, wo wir die Bedingungen für Massagen und einen Wellness-Tag checkten. Zwar bin ich kein wirklicher Wellness-Fan, mittlerweile habe ich aber gelernt, dass ich das im Nachhinein immer sehr mochte. Ich habe nur nie das Bedürfnis nach Dämpfen. Außerdem bin ich nackt ziemlich verklemmt. Sauna ist deswegen kein Happy Place für mich. Nicht so sehr wegen der Hitze, sondern wegen der anderen Menschen. Ich weiß nämlich genau, wie das ablaufen wird: Ich betrete mit baumelndem Gemächt die Sauna und dort sitzen Dutzende Freikörperfans wie Hühner auf ihren Stöcken und schauen alle gleichzeitig direkt auf meinen Penis.

Rasiert man sich zurzeit eigentlich zwischen den Beinen? Das ist ja immer eine Herkunfts- und Generationenfrage. Ich empfand Rasieren immer albern. Auch bei Frauen. Aber wenn es um Haare geht, kriechen die Leute ja immer mit sehr harten Meinungen aus ihren Löchern heraus.

Im Winter vor zwei Jahren in Rovaniemi hatten wir eine Sauna im Hotelzimmer. Das fand ich wiederum gut.

Dies wird der letzte Eintrag des Jahres sein. Am Silvestertag selbst werde ich vermutlich nicht mehr bloggen. Morgen spazieren wir nach Ahrenshoop, das soll ein Ort mit einer größeren Künstlerinnendichte sein. Wir werden ein Stück über den Strand laufen, dann wieder über den Deich, auch durch Wald und am Bodden entlang. Das wird sicherlich schön. Abends essen wir dann Raclette und wir werden trinken.

Und falls das hier jemand rechtzeitig liest: habt einen guten Jahresausklang. 2026 wird sicherlich interessant.

Und: vergesst die rote Unterwäsche nicht.

[So, 28.12.2025 – Greding, Skirennen, Markus, Kuhglocken]

Wieder zurück in Berlin. Wir fuhren über zwei Tage verteilt, dann müssen wir nicht so früh los und man sitzt nicht zwölf Stunden am Stück auf der Autobahn im Auto fest. Das ist entspannter für alle. Außerdem niste ich mich gerne für eine Nacht in einem Hotel ein. Diesmal in Greding, einer kleinen Stadt mit Mauer und Stadttoren. Dort waren wir schon einmal im Herbst, vor vier Jahren. Es gibt dort zwei Hotels direkt am Markt, die sich in Konzept und Aussehen sehr ähneln. Spitzes Dach und deftige, bayerische Küche. Vor vier Jahren hatten wir das an der linken Seite, diesmal buchte ich das auf der rechten Seite. Als wir durch das Stadttor fuhren, merkte ich aber, dass ich wieder das auf der linken Seite gebucht hatte. Das war aber nicht schlimm. Das hatte uns schließlich auch gefallen.

Am frühen Morgen ging ich mit der Hündin in dem kleinen Park vor dem Stadttor spazieren. Es war sehr kalt, aber die Morgensonne schien so schön.

Gesternvormittag bei meiner Mutter lief wieder ein Skirennen im Fernsehen. Eine Geräuschkulisse, die viele Gefühle aus Kindheitstagen in mir aufruft. Wenn Skirennen stattfanden, liefen bei uns in Corvara in allen Haushalten die Fernseher. Und Skirennen finden von Mitte Dezember bis Februar ja dauernd statt.

Im Nachbardorf La Villa gab es sogar eine Weltcup-Abfahrtspiste. Dort gingen wir gelegentlich hin, um die Skistars ins Ziel einfahren zu sehen. Mir gefiel es allerdings wesentlich besser, Skirennen im Fernsehen zu schauen, weil man viel mehr von dem ganzen Rennen sehen konnte. Vor Ort sah man ja nur die Ziellinie, das war doch sehr limitiert.

Einmal sammelte ich Autogramme. Dafür hatte ich mein Poesiealbum mitgenommen. Ich kann mich vor allem an Markus Wasmeier erinnern. Er war zwar nur mittelmäßig gut, aber er trug den gleichen Vornamen wie ich. Ich hatte an jenem Tag bereits mehrere Autogramme von eher namenlosen Skifahrern aus Norwegen und Frankreich gesammelt. Meine beiden Freunde auch. Zu den richtigen lokalen Stars kamen wir allerdings nicht heran. Als ich Markus Wasmeier auf der Anzeigetafel sah, freute ich mich jedoch sehr. Meinen Freunden war der eher egal, Markus Wasmeier war Deutscher, das interessierte die wenigsten, die richtigen Stars waren nur Norditaliener und Westösterreicher. Aber Markus Wasmeier hieß so wie ich, für mich war das kurz vor Star. Als er nach der Abfahrt unten durch diese Spaliergasse kam, hielt ich ihm mein Poesiealbum vor die Nase. Er schrieb dienstbeflissen seinen Namen auf das Blatt Papier. Ich sagte: Ich heiße auch Markus. Er schaute mich ziemlich unbeeindruckt an, und sagte kein Wort.

Danach wollte ich mit ihm nichts mehr zu tun haben.

Die ganze Woche in Südtirol las ich kaum Nachrichten. Ich merke schon, wie das meiner mentalen Verfassung zuträglich ist. Allerdings habe ich dabei auch das Gefühl, den Kopf in den Sand zu stecken, und weil mir das ziemlich überhaupt nicht liegt, werde ich mich also mehr um die Balance kümmern müssen, mit der ich mein Gemüt belaste.

Eigentlich wollte ich noch über die Geräuschkulisse der Skirennen im Fernsehen schreiben. Wie positiv die Gefühle sind, die dabei in mir hochkommen. Dieses Hintergrundgeräusch, das tagelang in den Küchen und Wohnzimmern meiner Kindheit ertönte. Meist liefen die Rennen nur nebenher. Die Kommentatoren kommentieren anders, als beispielsweise im Fußball, und diesmal fiel mir auch auf, dass ständig irgendwelche Kuhglocken bimmeln. Vermutlich stehen da immer irgendwelche Fans am Pistenrand und bimmeln mit großen Kuhglocken, wenn die Skifahrerinnen vorbeidüsen. Ich glaube, das war schon immer so. Aber was sind das für Leute? Es gibt beim Skisport ja keine Fans im herkömmlichen Sinne, außerdem wird ja bei allen Athleten gebimmelt. Wahrscheinlich sind das die Sender, die Kinder mit Kuhglocken auf die Pisten beordern und sie mit Kinderriegeln abspeisen. Also ich hätte mich für Kinderriegel durchaus auf die Piste gestellt. Aber gefragt wurde ich nie. Ich weiß ja auch nicht, ob das so stimmt.

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[Fr, 26.12.2025 – schmutzige Hose, Bruschetta, Auster]

Morgen fahren wir wieder nach Berlin. Eigentlich wollte ich heute keine Wäsche mehr waschen, aber am Abend waren wir mit Freunden zum Abendessen im Bruschetta verabredet, eine frisch gewaschene Hose käme mir also durchaus gelegen. Ich hatte sonst nämlich nur die ausgebeulte und schmutzige Joggingshose, die ich nur für Wanderungen und für die lange Autofahrt anziehe. Meine Mutter meinte, ich könnte einfach meine Wäsche waschen und sie würde sie nachher zu meiner Schwester bringen, die einen Trockner besitzt, dann hätte ich am Abend eine saubere Hose.

Also ging ich tagsüber mit meiner Schwester und der Hündin auf eine kleine Wanderung nach Meran2000, in guter Hoffnung, dass ich abends gepflegt gekleidet meine Freunde treffen würde. Ich hatte die ganze Zeit schon eine Vorahnung. Falls der Plan schiefgeht, wird man mich auslachen: Wie leichtgläubig konnte ich bloß sein, einer dementen Frau zu vertrauen, dass sie sich an eine solche komplizierte Abmachung erinnert. Andererseits gehe ich solche Projekte immer optimistisch an. Als ich kurz vor der Abendverabredung zu meiner Mutter zurückkam, um mich umzuziehen, hing die Hose bei minus zwei Grad auf dem Balkon und war zwar nicht nass, aber gefroren und steif. Ich war natürlich nicht sauer auf sie, es war schließlich mein Fehler gewesen. Immerhin hatte ich ein schönes Hemd und eine schöne Anzugsweste. Darunter trug ich die ausgebeulte Jogginghose. Weil ich vor allen anderen da war, und das Bruschetta an der Romstraße ohnehin ein charmantes und chaotisches Restaurant ist, fiel es niemandem auf.

Wir aßen einen maritimen Antipasti-Teller als Vorspeise. Darauf lagen verschiedene Meerestiere. Auch eine Austernmuschel. Nur eine einzige. Mein Freund fragte mich, ob ich die haben wollte. Ich verneinte. Ich bin noch eine Austern-Jungfrau. Irgendwann werde ich sicherlich in der Stimmung sein, eine Auster zu essen, aber heute war mir nicht danach, entjungfert zu werden.

Die Freundin hat Brustkrebs. Im Januar wird sie operiert. Sie hat trotzdem gute Laune. Man kann die Situation nicht ändern. Sie kann nur abwarten, was passiert. Sie scherzt darüber. Sie hat bereits mehrmals die Krebskarte gezogen, wie sie sagt, wenn sie mal etwas erreichen wollte, das ihr sonst nicht verwehrt blieb. Im Sommer werden sie mit uns nach Schweden fahren. Wir freuen uns.